Türkei Reisen mal anders - die Lykische Küste

16 12 2010

Viele Türkei Reisen sind gleich gestrickt: Einen Blick in ein Reisemagazin, Flug in die Türkei, Airport-Transfair bei der Pauschalreise schon dabei und dann zwei Wochen am Pool des All-Inklusive-Hotels abhängen. Wer sich seinen Urlaub so vorstellt bitteschön - wer allerdings etwas mehr erleben möchte, den Massentourismus hinter sich lassen möchte und eine andere Art von Türkei Reisen erleben möchte, der sollte Urlaub an der Lykischen Küste machen.

Die Lykische Küste liegt zwischen Antalya und Dalyan und ist mit das Schönste das die Mittelmeerküste der Türkei zu bieten hat. Einsame Buchten, schöne Strände, grüne Täler, kleine Dörfchen, unentdeckte uralte Ruinen - Bilder von Türkei Reisen die man so nicht unbedingt im Kopf hat. Optimal wäre hier auch eine Türkei Kreuzfahrt. Die unter Individual-Touristen verpönten Bettenburgen sind hier an der Lykischen Küste ersetzt durch nette kleine Pensionen und Hotels, die von familiärer Atmosphäre und türkischer Gastfreundschaft erfüllt sind.

Ein ganz besonderes Fleckchen der Lykischen Küste ist der Olympos Nationalpark. Hier ist die Welt wirklich noch in Ordnung und fantastische Landschaften, wunderschöne Strandabschnitte und zauberhafte kleine Städtchen machen den Türkei Urlaub unvergesslich. Nationalpark wurde dieser Strandabschnitt wegen der “unechten Karettschildkröte” die hier an Land kommt um ihre Eier in den warmen Sand zu legen. Ein unvergesslicher Moment für jeden Türkei Reisenden, der die Chance hat eine neue Generation Schildkröten schlüpfen zu sehen!



Back from beautiful Trash-Town

1 05 2009

Die Ägäis vor mir, eine mittelschöne Halbinsel hinter mir, das zweit-trashigste Touri-Town das ich je gesehen habe (nach Belek) ganz in der Nähe. Bodrum hat viele Vorteile und ein paar Nachteile. In Bodum-City ein Fake-Shop nach dem anderen, ich habe einen mittleren Schock erlitten bei der Stadtbegehung. Überall dröhnt Techno aus den Boxen, das ständige “Gscht-gscht” der Verkäufer nervt, die Bar-Street ein Debakel! Wie anders war das Leben auf meinem Steg. Das Meer so sauber, die Luft so rein, Gold-Partikel im Wasser, der ständige Wind – schöner kann eine Küste kaum sein. Mit Blick auf die griechischen Inseln Kos, Pserimos und Kalimnos habe ich gechillt wie nie in meinem Leben. Reisen mit den Eltern bringen zwar 21 gemeinsame Essen mit sich, aber auch die Freiheit, alles tun zu können, ohne Rücksicht auf Mitreisende nehmen zu müssen. An dieser Stelle eine ganz persönliche Empfehlung: Die Tauchschule Paradise Found. Die lässigsten Tauchlehrer der Türkei. Garantiert! Foto © www.paradisefoundbodrum.com



Elevator to Heaven:
5.Kat Istanbul

5 02 2009

Nach der Krankenhaus-Odyssee war es höchste Zeit für ein paar kühle Drinks. Wie praktisch, dass Istanbuls It-Laden, das 5. Kat, gleich hinter dem Krankenhaus liegt. Im 5. Stock dinieren über den Dächern der Stadt die Bold & Beautiful der 14-Millionen-Metropole im zeitgenössischen und sehr plüschigen Orient-Ambiente. Empfehlenswert und täglich geöffnet von morgens bis abends. Im Sommer mit riesiger Dachterrasse, wo auch gerne mal richtig gefeiert wird. Die Aussicht beschreibe ich erst gar nicht, das Foto spricht für sich. Nachts erfreut sich der werte Gast an der Aussicht über einen scheinbar endlosen Teppich aus Lichtern. Klingt kitschig, ist phänomenal, und unbedingt einen Platz am Fenster reservieren. Infos & Foto © www.5kat.com. Good to know: Hauptgerichte ca. 8 Euro.



Schlechte Nachrichten
vom Marmara Meer

4 02 2009

Baden in Istanbuls Meer? Das bedeutet Hautausschlag. Ich kann mich erinnern, dass vor 20 Jahren die Küste des Marmara Meers vor den Toren Istanbuls voller Steine und Fossilien war, an den Hochufern wuchs hohes Gras, nirgendwo war ein Mensch zu sehen. Und heute? Mittlerweile ist die Küste voller Ferienhäuser und das Marmara Meer am Umkippen, denn die WCs Istanbuls und aller Vororte werden direkt ins Meer geleitet. Dutzende Tanker und Frachtschiffe warten darauf, durch den Bosporus ins Schwarze Meer passieren zu dürfen, doch das Hauptproblem bleibt die 15-Millionen-Stadt, die überquillt. Nicht nur die See kollabiert - auch der Verkehr. Stau ist immer und überall, meistens geht eigentlich gar nichts mehr. Taxifahrer weigern sich teilweise Fahrgäste auf bestimmten Strecken mitzunehmen, da bleiben nur die vollen öffentlichen Busse, die ebenfalls immer wieder feststecken. Was gegen Luft- und Wasserverpestung getan wird? Nicht viel. Das ist einfach so, die Armen haben andere Probleme, den Reichen ist es ohnehin egal. Morgen gibt’s wieder schöne Geschichten.



Die Frage des richtigen Stadtteils:
Das Bentley Hotel, Istanbul

4 02 2009

Wo zieht man in einer Stadt hin? In die Traveller-Straße? Ins Luxusviertel? In die Touri-Gegend? Ins lässige Studenten- oder schicke In-Viertel? Letzteres empfehle ich Besuchern, die schon mehrfach in einer Stadt waren und die Sightseeing-Locations ganz easy links liegen lassen können. Am Beispiel von Istanbul würde ich dann nach Nisantasi gehen. Schön versteckt, ohne den Standard-Touristen, stylish und in der Nähe der angesagten Shopping-Meile gelegen ist das Bentley Hotel. Ohne viele Worte: Understatement für den fortgeschrittenen Istanbul-Besucher. DZ ab 240 Euro. Infos & Foto © www.bentley-hotel.com



Everything is in Taksim:
The House Café

4 02 2009

Taksim ist das Viertel von Istanbul, in dem sich alles abspielt. 3300 Nightlife-Locations gibt es hier insgesamt, in allen Seitenstraßen der Fußgängerzone Istiklal Caddesi, die am Taksim-Platz beginnt, feiern die Istanbuler die Nächte durch. Das untere Ende der Istiklal ist der Tünel-Platz. Dort ist auch The House Café (Foto). Kommerziell aber cool. Und wer den The-House-Café-Style mag, mietet sich im dazugehörigen Apartment-Haus ein, das kürzlich eröffnet hat - Travel In Style hat berichtet. Infos & Foto © www.thehousecafe.com.tr



Shame on me:
Istanbul Museum Of Modern Art

4 02 2009

Während ich mich im zum Beispiel Istanbul Museum Of Modern Art vergnügt habe, mussten meine Leser auf Blogs verzichten. Das mache ich jetzt wieder gut mit den besten Adressen vom Bosporus. Eine davon ist mit Sicherheit das Istanbul Modern, das neue Museum für moderne Kunst, das an den Docks des Stadtteils Tophane liegt. Die Ausstellung ist spannend, das Gebäude very Industrial und sehr gelungen. Im Restaurant hat man den meiner Meinung nach besten Blick auf den Bosporus. Direkt am Wasser in der Einfahrtschneise zwischen der Meerenge und dem Goldenen Horn. Geöffnet übrigens auch für Nicht-Museums-Gänger. Infos & Foto © www.istanbulmodern.org —– PS. die erste Flash-Webseite, die nicht nervt.



Tünel in Style:
The House Apart

3 02 2009

Mein zukünftiges Stamm-Hotel in Istanbul wird das Eklektik Guest House (www.eklektikgalata.com) - eine einzige, durchgeknallte Gay-Daily-Soap mit sieben Gästezimmern. Dennoch möchte ich eine weitere lässige Adresse gleich um die Ecke am angesagten Tünel-Platz und mit Niederlassungen in diversen anderen In-Vierteln vorstellen. The House Apart vermietet stylishe Unterkünfte mit Vollservice und Zusatzoptionen wie Helikopter-Stau-Vermeidung und Bodyguard-Service (!). Everything is possible in einem Land, wo Hausangestellte für 400 Euro im Monat 60 Stunden pro Woche arbeiten. Preise variieren je nach Aufenthaltsdauer. Anfragen, hinfahren! Infos & Foto © www.thehouseapart.com



Expatriates..

30 11 2008

.. sind laut Übersetzung Menschen, die ausgewandert sind. In Wirklichkeit sind das englisch sprechende Menschen, die von Firmen entsendet wurden, um Netzwerke überall auf der Welt zu gründen, deren Ziel vor allem die Lifestyle-Erschließung der Metropolen dieser Welt ist. Expatriates wissen IMMER, was Trend ist, kennen die coolsten Läden einer Stadt oder eröffnen gleich selber welche. Ihr gesammeltes kulturelles Wissen stellen sie online auf Portalen wie zum Beispiel www.thebeijinger.com für Beijing oder www.mymerhaba.com für Istanbul. Dem normalen Traveller seien diese Portale empfohlen, um sich illegal Wissen abzugreifen. Illegal, weil der Expatriate auf den gemeinen Touristen herabblickt. Man ist ja schließlich nur einfach so zum Spaß da, ohne konkreten Auftrag, der einen zum Expatriate-Experten adelt.



Istanbuls High Society..

13 11 2008

.. lässt sich die Sonne bzw. den Mond am Bosporus aufs edle Haupt scheinen. Zum Beispiel im superschicken Beachclub Cubuklu 29. Kleine Hürde an den Pool: Am Wochenende werden 30 Euro Eintritt fällig. Das soziale Gefälle ist übrigens groß- in den Randbezirken der 14-Millionen-Metropole gibt es Menschen, die den Bosporus noch nicht einmal gesehen haben, weil ihnen das Geld für die Busfahrt fehlt. Mehr Design-Adressen in der Kulturhauptstadt 2010 verrate ich morgen in meiner Reisekolumne bei Focus Online Reisen. Foto © www.cubuklu29.com

 Here you go every Monday: www.focus.de/reisen/urlaubstipps/trendreport