Die Frage des richtigen Stadtteils:
Das Bentley Hotel, Istanbul

4 02 2009

Wo zieht man in einer Stadt hin? In die Traveller-Straße? Ins Luxusviertel? In die Touri-Gegend? Ins lässige Studenten- oder schicke In-Viertel? Letzteres empfehle ich Besuchern, die schon mehrfach in einer Stadt waren und die Sightseeing-Locations ganz easy links liegen lassen können. Am Beispiel von Istanbul würde ich dann nach Nisantasi gehen. Schön versteckt, ohne den Standard-Touristen, stylish und in der Nähe der angesagten Shopping-Meile gelegen ist das Bentley Hotel. Ohne viele Worte: Understatement für den fortgeschrittenen Istanbul-Besucher. DZ ab 240 Euro. Infos & Foto © www.bentley-hotel.com



Istanbul im Regen

4 02 2009

Auf dem Foto suchen Sephan und ich nach illegalen Autorennen auf der asiatischen Seite Istanbuls, nahe der In-Meile Bagdad Caddesi. Seine Reportage würde dann den krassen Kontrast zum Verkehr hier drüben zeigen, wo eine Viertelstunde Stillstand immer wieder vollkommen normal ist. An dem Abend ging der Regen los. Schmutzige Pfützen, peitschender Regen, heftige Winde, die Kanalisationsgerüche übers Meer tragen, kaputte Bürgersteige, schmale, breite, hohe oder keine Bürgersteige, Taxis, die Wasserfontänen verspritzen - jaja, im verregneten Istanbul merkt man dann ganz schnell, wie gut wir es in Deutschland haben. Ach ja: Der Smog und Dreck vereint sich mit dem Regen auf der Straße und bildet einen glitschigen Schmierfilm. Kein Wunder, dass wir schon einen gebrochenen Fuß zu beklagen haben. Trotz aller Unannehmlichkeiten ist es gemütlich in unserem charmanten, in einer Sackgasse versteckten Guesthouse, das immer so warm geheizt ist, dass wir im T-Shirt rumlaufen können. Wenn man schonmal eine Zentralheizung hat! www.eklektikgalata.com. Foto © Mario Beilhack



Everything is in Taksim:
The House Café

4 02 2009

Taksim ist das Viertel von Istanbul, in dem sich alles abspielt. 3300 Nightlife-Locations gibt es hier insgesamt, in allen Seitenstraßen der Fußgängerzone Istiklal Caddesi, die am Taksim-Platz beginnt, feiern die Istanbuler die Nächte durch. Das untere Ende der Istiklal ist der Tünel-Platz. Dort ist auch The House Café (Foto). Kommerziell aber cool. Und wer den The-House-Café-Style mag, mietet sich im dazugehörigen Apartment-Haus ein, das kürzlich eröffnet hat - Travel In Style hat berichtet. Infos & Foto © www.thehousecafe.com.tr



Shame on me:
Istanbul Museum Of Modern Art

4 02 2009

Während ich mich im zum Beispiel Istanbul Museum Of Modern Art vergnügt habe, mussten meine Leser auf Blogs verzichten. Das mache ich jetzt wieder gut mit den besten Adressen vom Bosporus. Eine davon ist mit Sicherheit das Istanbul Modern, das neue Museum für moderne Kunst, das an den Docks des Stadtteils Tophane liegt. Die Ausstellung ist spannend, das Gebäude very Industrial und sehr gelungen. Im Restaurant hat man den meiner Meinung nach besten Blick auf den Bosporus. Direkt am Wasser in der Einfahrtschneise zwischen der Meerenge und dem Goldenen Horn. Geöffnet übrigens auch für Nicht-Museums-Gänger. Infos & Foto © www.istanbulmodern.org —– PS. die erste Flash-Webseite, die nicht nervt.



Tünel in Style:
The House Apart

3 02 2009

Mein zukünftiges Stamm-Hotel in Istanbul wird das Eklektik Guest House (www.eklektikgalata.com) - eine einzige, durchgeknallte Gay-Daily-Soap mit sieben Gästezimmern. Dennoch möchte ich eine weitere lässige Adresse gleich um die Ecke am angesagten Tünel-Platz und mit Niederlassungen in diversen anderen In-Vierteln vorstellen. The House Apart vermietet stylishe Unterkünfte mit Vollservice und Zusatzoptionen wie Helikopter-Stau-Vermeidung und Bodyguard-Service (!). Everything is possible in einem Land, wo Hausangestellte für 400 Euro im Monat 60 Stunden pro Woche arbeiten. Preise variieren je nach Aufenthaltsdauer. Anfragen, hinfahren! Infos & Foto © www.thehouseapart.com



Backpacker von heute… NYC

2 02 2009

Eine relativ neue Gruppe von Reisenden. Seit 20 Jahren ungefähr ziehen Unmengen von Rucksackträgern durch die Welt. Der erste Anlaufpunkt ist die Backpacker-Straße, die es mittlerweile in jeder Destination gibt. Günstige Backpackers = Hostels, Irish Pubs, Internetcafés und Reiseagenturen für Australier sind die Kennzeichen dieser Straßen. Bangkoks Khao San Road zum Beispiel. Oder die Akbiyik Caddesi in Istanbul (Foto). Übernachtungen ab 20 Euro demokratisieren das Reisen an sich, was ich gut finde. Auch wenn ich in den meisten Backpackers nicht übernachten würde. Aber es gibt auch welche, die cheap & charming sind. Die Suche kann sich also durchaus lohnen. Foto & Infos © www.hostelz.com. Größter Anbieter weltweit: www.hostelworld.com



Expatriates..

30 11 2008

.. sind laut Übersetzung Menschen, die ausgewandert sind. In Wirklichkeit sind das englisch sprechende Menschen, die von Firmen entsendet wurden, um Netzwerke überall auf der Welt zu gründen, deren Ziel vor allem die Lifestyle-Erschließung der Metropolen dieser Welt ist. Expatriates wissen IMMER, was Trend ist, kennen die coolsten Läden einer Stadt oder eröffnen gleich selber welche. Ihr gesammeltes kulturelles Wissen stellen sie online auf Portalen wie zum Beispiel www.thebeijinger.com für Beijing oder www.mymerhaba.com für Istanbul. Dem normalen Traveller seien diese Portale empfohlen, um sich illegal Wissen abzugreifen. Illegal, weil der Expatriate auf den gemeinen Touristen herabblickt. Man ist ja schließlich nur einfach so zum Spaß da, ohne konkreten Auftrag, der einen zum Expatriate-Experten adelt.



Istanbuls High Society..

13 11 2008

.. lässt sich die Sonne bzw. den Mond am Bosporus aufs edle Haupt scheinen. Zum Beispiel im superschicken Beachclub Cubuklu 29. Kleine Hürde an den Pool: Am Wochenende werden 30 Euro Eintritt fällig. Das soziale Gefälle ist übrigens groß- in den Randbezirken der 14-Millionen-Metropole gibt es Menschen, die den Bosporus noch nicht einmal gesehen haben, weil ihnen das Geld für die Busfahrt fehlt. Mehr Design-Adressen in der Kulturhauptstadt 2010 verrate ich morgen in meiner Reisekolumne bei Focus Online Reisen. Foto © www.cubuklu29.com

 Here you go every Monday: www.focus.de/reisen/urlaubstipps/trendreport



Lying Dinner und Hollywood-Fußpilz

8 11 2008

undefinedDie Liege-Restaurants der Welt haben soeben einen Neuzugang bekommen: Den Phoenix Supper Club Vienna. Für 69 Euro plus Getränke kann man auf weißen Betten dinnieren und sich dabei von einer Show entertainen lassen. Los ging der Hype um die Fressgelage 1999 mit dem Amsterdamer Supperclub (Foto), den es mittlerweile in Rom, San Francisco und Istanbul gibt. Der Bed Supperclub in Bangkok machte ebenfalls weltweit Furore. Nicht zu vergessen: Das Münchner Nektar, Berlins Bungaluu und Spindler&Klatt. Ich persönlich bevorzuge Essen im Sitzen mit Schuhen und Gesprächen, aber der ungebremste Erfolg des Liege-Dinners spricht ja für sich. Und Massagen gibt es zwischendurch auch noch. Wenn man Pech hat, ging der eigenen Kopfmassage eine Fußmassage voraus - ohne Händewaschen. Und wenn man Glück im Unglück hat - so erging es einem Freund von mir - war ein Star der Fuß-massierte, der gerade “Das Parfum” in München drehte. “Wenigstens habe ich den Fußpilz von Dustin Hoffmann am Kopf”, lautete der trockene Kommentar des Betroffenen.

Supperclub, Amsterdam, Rom, San Francisco, Istanbul: www.supperclub.nl

Bed Supperclub, Bangkok: www.bedsupperclub.com

Nektar, München: www.nektar.de

Spindler&Klatt und Bungaluu, Berlin: www.spindlerklatt.comwww.bangaluu.com

Phönix Supperclub Vienna, Wien: www.phoenix-supperclub.com



Back in Blogging - live from Istanbul

5 12 2007

Habe ein paar Tage nichts hören lassen, weil ich mich gerade in Istanbul häuslich einrichte. Bin hier für ein paar Wochen und begleite ein Team der Hochschule für Film und Fernsehen München und arbeite mit an einem Projekt namens “Close Up Istanbul”. Ihr dürft Euch also auf ein komplettes Style-Update aus der Mega-Metropole freuen. Erstmal aber ein ernsteres Thema: Krankheit im Urlaub. Gestern hat sich eine der jungen Dokumentarfilmerinnen den Knöchel gebrochen und ein wahrer Marathon ging los. Die Ambulanz brachte uns ins Staatliche Krankenhaus, die Notaufnahme war überfüllt, alles leicht chaotisch, die Ärzte nicht weniger ignorant als überall anders wahrscheinlich auch. Eine Fehldiagnose und ein Haufen nicht-englisch-sprechender Menschen haben uns dann ins Deutsche Krankenhaus 50 Meter weiter getrieben. Istanbuls teuerste Privatklinik, wo goldgeschnörkelte Barock-Stühle nur der Gipfel des Luxus-Eisbergs waren. Das schlägt sich auch im Preis nieder: Die OP hätte das Zehnfache des normalen Preises gekostet. Beim Wörtchen AOK hat der extrem entspannte Privat-Arzt nur milde gelächelt - die bräuchten wir gar nicht erst kontaktieren. Merken: Niemals ohne Private Auslandskrankenversicherung reisen - kostet um die 10 Euro pro Jahr. Infos & Foto © www.almanhastanesi.com.tr