Kleine Souvenirs können schnell großen Ärger bereiten

31 03 2008

Der Ferienflieger ist gerade gelandet, die Urlauber marschieren geradewegs zum Ausgang - schließlich haben sie nichts zu verzollen. Keiner denkt dabei an die Korallenkette, die Muschel vom Strand oder die Schnitzerei aus Rosenholz. Bereits solche kleinen Souvenirs können aber viel Ärger verursachen. Unwissenheit schützt auch hier nicht: Bei Verstößen gegen das Artenschutz-Abkommen drohen Ermittlungsverfahren und saftige Strafen. Vorsicht ist geboten, wenn Strandhändler Tiere, Pflanzen, Muscheln, Korallen oder Produkte daraus feilbieten. Thomas Meister, Pressesprecher des Hauptzollamts am Münchner Flughafen, berichtet, dass Urlauber vor allem mit Meeres-Souvenirs oft ohne Vorsatz zu Schmugglern werden: “Wer zum Beispiel Korallen mitnimmt, macht sich schon strafbar. Bis auf die rote Orgelkoralle sind sämtliche Arten geschützt.” Ein weiteres Beispiel ist das schöne rosa Gehäuse der Fechterschnecke, ein typisches Karibik-Souvenir, das für ein paar Mark verkauft wird. Findet der Zöllner sie im Gepäck, werden 300 Mark Strafe fällig - auch wenn der Urlauber das Gehäuse am Strand gefunden hat. An die hundert dieser Gehäuse werden allein in München monatlich beschlagnahmt, die Meeresschnecke ist mittlerweile vom Aussterben bedroht. Mit deutlich höheren Bußgeldern müssen Urlauber rechnen, die Produkte aus Elfenbein oder gar Reptilien mitbringen. Da werden schon mal mehrere Tausend Mark fällig. Grundsätzlich gilt: Je gefährdeter die Art, desto strenger sind die Strafen. Nur in Ausnahmefällen ist die Einfuhr solcher Souvenirs möglich: Etwa, wenn der Handtasche aus Krokodilleder die Zuchtbescheinigung einer anerkannten Farm beiliegt. Die zweite Möglichkeit ist eine offizielle Einfuhrgenehmigung, die es aber nur in den seltensten Fällen gibt. Der Zoll schläft nicht: Rund 68000 Objekte wurden im vergangenen Jahr beschlagnahmt. Am besten lässt man die Finger von Souvenirs aus Flora und Fauna, oder erkundigt sich beim zuständigen Zollamt oder beim Bundesamt für Naturschutz nach geschützten Arten im Urlaubsgebiet. Die Liste ist lang - 8000 Tier- und 40000 Pflanzenarten sind laut dem Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt. Weitere Information: Folgende Arten sind geschützt: Schildkröten, Elefanten, Nashörner, Straußen, viele Seevögel, Papageien und Kakadus, alle Eulen und Uhus. Das gleiche gilt für fast alle Reptilien, Korallen, Schmetterlinge, Käfer, und Wildtiere. Das Einfuhrverbot gilt auch für alle Produkte die von diesen Arten gewonnen werden. Außerdem verboten sind Muscheln von tropischen Korallenriffen, Schneeglöckchen, Produkte aus Rosen-, Teak- und Eisenholz, Orchideen und viele Farnarten.Auskunft und Infomaterial gibt es beim Bundesamt für Naturschutz, Konstantinstraße 10, 53179 Bonn. Telefonnummer: 0228/84910.



Unter weißen Segeln Richtung Paradies

31 03 2008

Seereisen mit dem Windjammer liegen im Trend. Romantik, Abenteuer und Luxus locken Individualisten auf große Segelschiffe und Segelcharter. Unter vollen Segeln verlässt der Windjammer den Hafen. Majestätisch ruhig gleitet das Segelschiff durch das Meer, nur die Wellen schlagen sanft gegen den Schiffsrumpf. Delfine spielen in den Schaumkronen der Bugwelle, am Horizont versinkt die Sonne im Meer – auf Windjammern steht Seefahrerromantik und Abenteuer auf dem Programm. Die nostalgischen Törns liegen voll im Trend. ”Da wird so manches Auge nass, diesen Zauber spürt jeder”, sagt Mikael Krafft. Er muss es wissen – der schwedische Reeder besitzt die größten Passagier-Clipper der Welt. Die “Star Clipper” und “Star Flyer” segeln bereits seit fast zehn Jahren durch das Mittelmeer, die Karibik und den Indischen Ozean. Die Nachfrage nach den individuellen Schiffsreisen steigt: Vor wenigen Wochen hat Königin Silvia von Schweden den dritten Großsegler für Kraffts Reederei “Star Clippers” aus der Taufe gehoben: Im Oktober stechen auf der “Royal Clipper” 228 Passagiere und 100 Mann Besatzung in See. Vom Heimathafen Cannes geht es in 23 Tagen über den Atlantik nach Barbados, wo die “Royal Clipper” den Winter über segelt. Der durchschnittliche Tagespreis liegt um die 300 Euro. Die hohen Kosten scheinen jedoch nicht zu schrecken: “Reisen mit dem Windjammer sind eine offensichtliche Marktlücke”, sagt auch Bärbel Gyurok, deren Agentur die drei Passagier-Clipper im Programm hat. “Immer mehr Reisende wollen die Romantik und Natur auf Großseglern erleben.” Vorbild der neuen Generation von Windjammern ist die “Sea Cloud”. Die Segler-Legende von 1931 tourt auch heute noch über die Sieben Meere – wegen der riesigen Nachfrage wurde sogar eine “Sea Cloud II” gebaut. “Die Kunden sind anspruchsvoller geworden, vor allem Individual-Reisende fühlen sich auf großen Segelschiffen wohl”, sagt Konstanze Bassin, Produktmanagerin bei der Sea-Cloud-Agentur Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten. Für 500 Euro am Tag bekommen Segelbegeisterte auf beiden Schwesterschiffen nicht nur Abenteuer und Seefahrerromantik geboten. Marmorbäder, offene Kamine, exquisite Küche, Butlerservice und prunkvolle Kabinen - an Bord der großen Windjammer herrscht Luxus pur. Egal ob “Royal Clipper”, “Sea Cloud”, “Wind Star” oder die “Lili Marleen” aus der deutschen Reederei Deilmann: Was Komfort und Freizeitangebot betrifft, stehen die Großsegler gewöhnlichen Kreuzfahrtschiffen in nichts nach. Weniger luxuriös, dafür abenteuerlicher und authentischer sind Reisen auf ehemaligen sowjetischen Schulschiffen wie der “Kruzenshtern” oder “Kersones”, hier können Segelbegeisterte schon ab 100 Euro pro Tag in See stechen. Luxus ja, Etikette nein: Auf den Segelschiffen geht es leger zu: Statt Abendgarderobe und Anzug tragen die Passagiere eher sportliche Kleidung. Fast täglich wird geankert: zum Baden und Schnorcheln in abgelegenen Buchten und an einsamen Traumstränden oder zum Sightseeing in lebhaften Hafenstädten. Die traditionellen Routen der Großsegler führen durch das Mittelmeer und die Karibik, mit dem Trend sind aber auch neue Reviere hinzugekommen. Die “Lili Marleen” beispielsweise segelt nach Ostafrika, andere Törns führen durch das Arabische Meer von den Emiraten zum Iran, nach Brasilienoder zum Kap Hoorn, durch das Schwarze Meer oder in die Ostsee. Die Passagierzahlen der meisten Windjammer liegen zwischen 30 und 200, im Vergleich zu den großen Kreuzfahrtschiffen geht es also fast familiär zu. Das Eis ist in der Regel sehr schnell gebrochen, schließlich segelt hier ein kleiner Kreis Gleichgesinnter über die Weltmeere, und Kommunikation ist Teil des Konzepts. Auch der Kontakt zur Crew gehört dazu: Kapitän und Offiziere begrüßen allabendlich die Gäste zum gemeinsamen Luxus-Dinner, die Brücke steht Hobbykapitänen jederzeit offen. Wer schon mal mitgesegelt ist, schwärmt von der angenehmen Atmosphäre und von der erlebnisreichen Reise – nicht umsonst haben Windjammer hohe Wiederholungszahlen. Wer einmal auf Nostalgiekurs war, will die Nase immer wieder in den Wind stecken. Informationen und Buchungen: Star Clipper, Star Flyer, Royal Clipper: Agentur Gyurok, Lönsweg 5, 38110 Braunschweig, Tel. 05307/951036, Fax 951037 oder Star Clippers Kreuzfahrten, Konrad-Adenauer-Straße 4, 30853 Langenhagen, Tel. 0511/7266590, Fax 72665920. Sea Cloud: Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, Ballindamm 23, 20095 Hamburg, Tel. 040/30014600, Fax 30014601. Lilli Marleen: Reederei Peter Deilmann; Am Hafensteig 17-19, 23730 Neustadt/Hollstein; Tel. 04561/3960, Fax 8207. Wind Star: Norwegische Schifffahrts-Agentur (weitere Schiffe: Wind Song, Wind Spirit, Wind Surf), Kleine Johannisstraße 10, 20457 Hamburg, Tel. 040/376930, Fax 37693233. Kruzenshtern: Tall-Ship Friends (weitere Schiffe: Christian Radich, HMS Rose, Mir, Roald Amundsen, Sörlandet, Statsraad Lehmkuhl), Schweriner Straße 17, 22143 Hamburg, Tel. 040/67563597, Fax 67563599. Kersones: Adventure Sailing (weitere Schiffe: Sedov, Statsraad Lehmkuhl) Heckenrosenstraße 9, 82031 Grünwald, Tel. 089/6413999, Fax 089/64939985 oder Inmaris Perestroika Sailing (weitere Schiffe: Roald Amundsen, Sedov, Sörlandet, Statsraad Lehmkuhl), Teilfeld 8, 20459 Hamburg, Tel. 040/372797, Fax 371736.



Fünf schicke Ski-Reviere

31 03 2008

Das lockerste Pulver, die gemütlichsten Hütten, der beste Après-Ski, die wildesten Partys - wir haben fünf Alpin-Adressen zusammengestellt, auf die begeisterte Skifahrer und Boarder in der kommenden Saison garantiert abfahren. In Ischgl, dem baumfreien Pistenparadies entsteht im Silvrettagebiet im Moment der größte Snowboardpark Europas. Bei den jungen Freaks wurde der Ort seit der Weltmeisterschaft 1993 zum Mekka. Das 1000-Einwohner-Dorf lockt mit seinem Nachtleben vor allem die Jugend an. Empfehlenswert: die Route vom Pradatschgrat und ein Ausflug nach Samnaun. Mit dem Zwei-Länder-Skipass wedelt man einfach zum zollfreien Einkauf hinüber. Auch Kitzbühels Nachtleben ist bekannt. 158 Kilometer schönste Pisten locken Wintersportler auch in dieser Saison wieder nach Tirol. Streif und Ganslern-Hang warten auf Ihre Herausforder - nicht nur beim alljährlichen Hahnenkamm-Rennen. Die Feste nach den Rennen gelten als Highlights der Kitzbüheler Partys. Anonsten kehrt man am besten auf der “Hagsteinhütte”, der “Seidlalm” und im “Sonnbühel” ein. Die beliebtesten Après-Standorte sind das “Stamperl” und das “Fünferl”. Nach einem Besuch im legendären “Take Five” ist allerdings fraglich, ob man schon frühmorgens wieder auf der Piste steht. In dem traditionellen steirischen Bergwerksstädtchen Schladming ist Action angesagt. Schneerafting, Mondscheinrodeln, Flutlichtfahren, Schlauchrutschen und Carving-Parcours – die Liste der Aktiv-Angebote ist lang. 160 Kilometer Piste warten auf Skifahrer und Boarder. Besonders beliebt ist die Planai, die schnellste Welt-Cup-Abfahrt der Alpen. Langläufer genießen die Fahrten auf dem flachen Dachstein-Gletscher. Spaßig geht’s auch auf den Hütten zu, wie bei “Onkel Willi” und in der “Eiskar-Hütte”. Den besten Après-Ski erleben Feierfeste in gemütlichen Beisln wie dem “Planai-Stüberl”. “Sonderbar”, “Siglu”, “La Porta” - nachts herrscht in dem örtlichen “Bermuda-Dreieck” buntes Treiben. Grappa, Pizza und Pisten – das Fassatal mit seinen neun Skigebieten und insgesamt 120 Pistenkilometern ist ein familienfreundliches und relativ günstiges Skigebiet. Das Angebot für Kinder ist riesig, die gestressten Eltern können, während die Kleinen sich auf der Piste austoben, im neu gebauten “Eghes Wellness Center” in Canazei entspannen. Abends gehts in den Bars und Cafés in Campitello und Canazei rund. In St. Moritz trifft sich der Jet-Set in luxuriösen Hotels, edlen Discos und mondänen Cafés. Aber auch leidenschaftliche Wintersportler wissen die 350 Pisten-Kilometer des Oberengadin zu schätzen. Wer Abwechslung will, spielt mit leuchtend-bunten Bällen Golf im Schnee oder amüsiert sich beim Pferde-Polo. Auch abseits der Pisten ist rund um den See viel geboten: tagsüber in der Iglu-Bar des “Alpina” und auf der “Zuber-Hütte”, Après-Ski im “Café Hauser” und in “Bobby’s Pub”, tanzen in den Discos “Filou” und “Prinz”. Weitere Informationen: Ischgl Tourismusverband, www.ischgl.at. Kitzbühel Tourismusverband, www.kitzbuehel.com. Schladming Tourismusverband, www.schladming.com. Fassatal, www.dolomitisuperski.com/valfassa, St.Moritz Kur- und Verkehrsverein, www.stmoritz.ch.



Wenn die Götter ein Gastspiel geben

1 04 2007

Europas lebendigste Amphitheater: Wo man die schönen Künste an ihren antiken Originalschauplätzen genießen kann. Die Baumeister der Antike vollendeten ihre Theater vor Jahrtausenden – an Reiz hat ihre Architektur bis heute nichts eingebüßt. Manche der kolossalen Bauten mit ihrer perfekten Akustik und atemberaubenden Atmosphäre dienen auch im 20. Jahrhundert noch als Kulissen für anspruchsvolle Aufführungen. Türkei-, Spanien- und Griechenland-Urlauber sollten sich eine kurze Auszeit vom Strand nehmen und einen Abend der Kultur widmen. Gelegenheiten gibt es viele, da die Festivals der jeweiligen Länder sich über den gesamten Sommer hinweg erstrecken. Hier einige Klassiker: In der Nähe Athens, im Amphitheater von Epidaurus, geben die Götter ein sommerliches Gastspiel und verwandeln die einst ungeliebte Schullektüre in einen aufwändig inszenierten Ausflug in die Antike. Das alljährliche “Epidaurus Festival” ist ganz den hellenischen Dramatikern und ihren tragischen Helden gewidmet. Das im 4. Jahrhundert v. Chr. erbaute Theater zählt zu den am besten erhaltenen der Antike, bei Windstille erschließt sich dem Besucher die Faszination des Baus: In diesem Theater, das 14000 Menschen fasst, ist sogar das Fallen einer Münze auf allen Rängen hörbar. Das Amphitheater liegt auf dem Peloponnes, eineinhalb Autostunden von Athen entfernt. Unter dem warmen attischen Sternenhimmel und zu Füßen der Akropolis geben den gesamten Sommer über internationale Bühnenkünstler aller Sparten ein Gastspiel. Das Halbrund des “Odeon Herodes Atticus”, wo alljährlich der Kultursommer der griechischen Hauptstadt ein-geläutet wird, fasst 5000 Besucher. Das Programm ist umfangreich und reicht vom russischen Ballett über chinesisches Nationalorchester bis zu antiken Komödien. Der zweite Schauplatz des Athen-Festivals ist das Lykabettos-Theater im Zentrum von Athen. Am Hang des gleichnamigen Berges dürfen auch Rock-Musiker auftreten. Fast täglich sind von Juni bis September Vorstellungen in den beiden antiken Theatern. Wer im Frühsommer in Antalya und Umgebung urlaubt, der sollte sich das “Aspendos Opern- und Ballett Festival” nicht entgehen lassen. Hier, vor den grandiosen antiken Kulissen des Amphitheaters von Aspendos, wird jeden Sommer den schönen Künsten gehuldigt. Das 2000 Jahre alte Theater liegt etwa 50 Kilometer von Antalya entfernt. In dem Halbkreis des Theaters haben 15000 Menschen Platz, und trotzdem ist der Klang perfekt bis in die obersten Galerien. Auf dem Programm stehen nur klassische Opern von Verdi, Mozart und Puccini sowie Ballett-Aufführungen. Im Westen von Spanien liegt die Landschaft Extramadura, die an Andalusien angrenzt. Die Stadt Mérida ist die geschichtsträchtige Hauptstadt der Provinz Badajoz. Hier erbauten vor 2000 Jahren die Römer ein beeindruckendes Amphitheater: 6000 Menschen fasst das Halbrund, in dem jeden Sommer ein “Festival des klassischen Theaters” abgehalten wird. Die Gegend um Mérida ist vom Tourismus wenig erschlossen. Wer das sommerliche Festival besuchen will, wird eigens dafür anreisen müssen.



Falsche Designerhemden können Ärger machen

31 03 2007

Prada, Gucci, Adidas - Markenplagiate werden an der Grenze zunehmend konfisziert. Sie sieht so schick aus, die imitierte Gucci-Brille, dazu die neue Handtasche von Prada, ein Superschnäppchen, und es kommt daheim sicher gut an. Doch wer im Urlaub gefälschte Markenprodukte kauft, muss bei der Heimreise mit Problemen rechnen. Produkt- und Markenpiraterie nennt der Zoll das Einführen kopierter Designerware und beschlagnahmt solche Imitationen. Auch wenn manche Touristen aus allen Wolken fallen, die Zöllner kennen kaum Gnade. Die Grundlage hierfür ist das Warenzeichenrecht, und die Beschlagnahmung ist im Fall einer möglichen gewerblichen Nutzung erlaubt. Die vermutet der Zoll bereits, wenn mehrere Raubkopien im Koffer sind. Anders als bei Zigaretten, Alkohol und Parfum gibt es bei gefälschter Kleidung keine Freimengen. Die Verlockung ist natürlich groß: Die Produktfälscher werden immer aktiver, es gibt kaum ein Designerstück, das man im Ausland nicht auch als Fälschung erstehen könnte. Am Strand, auf Märkten oder auf der Straße - in Ländern wie ItalienSpanien und der Türkei boomt das Geschäft mit den Plagiaten. Die originalgetreue Rolex-Uhr, das klassische, mit dem Krokodil bestickte Lacoste-Hemd, Taschen, Geldbeutel und Gürtel gibt es in zahlreichen Urlaubsländern zu unschlagbaren Preisen. Fernöstliche Länder wie China und Thailand sind für ihre große Auswahl an gefälschten Turnschuhe und Parfums bekannt. Aber nicht nur die Produktfälscher sind aktiver geworden. Auf der anderen Seite des Gesetzes ahndet der deutsche Zoll verschärft Verstöße gegen das Warenzeichenrecht. Wurden vor zwei Jahren noch Andenken im Wert von rund 21 Millionen Euro beschlagnahmt, so waren es im vergangenen Jahr schon 50 Prozent mehr. Eine Ausnahme am Zoll gibt es allerdings: Wer das Adidas- oder Chanel-Logo von der gefälschten Ware entfernt, darf sie auch behalten. Französische Zöllner dagegen sind unerbittlich. Erkennen die Grenzbeamten ein Plagiat, wird es nicht nur beschlagnahmt. Der Träger zahlt zur Strafe den Original-Listenpreis des vermeintlichen Designer-Stücks. Und das kann bei einer imitierten Cartier-Uhr sehr teuer werden.



Baden und Besichtigen: Fünf Inseln rund ums Mittelmeer

1 04 2006

Viel Sonne, aber noch keine unerträgliche Hitze, blühende Bäume und frisches Grün: Im Frühsommer zeigen sich die Ferieninseln rund ums Mittelmeer von ihrer schönsten Seite. Am Strand sind bereits ausgedehnte Sonnenbäder möglich, und wer will, der kann schon ein Bad im noch frischen Meer wagen. Kultur-Interessierte und sportliche Naturen nutzen die milden Temperaturen für vielfältige Unternehmungen: Besichtigungen sind nicht so schweißtreibend wie im Sommer und die Sehenswürdigkeiten auch noch nicht überlaufen wie in der Hochsaison. Auf Lanzarote scheint die Sonne im Juni täglich durchschnittlich zehn Stunden und erwärmt die Luft auf 26 Grad. Dagegen ist das Meer mit 20 Grad Wassertemperatur noch ein wenig frisch. Ausflüge zu den Naturwundern der kanarischen Insel, den Feuerbergen “Montanas del Fuego” und der berühmten Lagune “El Golfo”, sorgen für bleibende Eindrücke. Sehenswert sind auch die drei kleinen, ruhigen Inseln La Graciosa, Montaña Clara und Alegranza an Lanzarotes Nordküste. Zehn Stunden Sonne täglich, 27 Grad warme Luft und Wassertemperaturen um die 20 Grad machen auch Sardinien zu einem reizvollen Ziel für die Vorsaison. Wer Baden will, sollte allerdings einen Ort im wärmeren Süden der Insel wählen und dort Sandstrände und unberührte Natur ugenießen. Begleitet vom Duft von wildem Lavendel und Thymian kann man schöne Wan-dertouren unternehmen; Tauchen, Tennis oder Golf stehen Aktivurlaubern eben-falls zur Verfügung. Lohnenswert sind Ausflüge zu den Turmbauten der Nuraghen: Ihre Kultur reicht bis in die Bronzezeit zurück, gigantische Festungsanlagen zeugen noch heute von dieser frühgeschichtlichen Zivilisation. Auf Mallorca bietet sich im Juni die letzte Gelegenheit, die beliebte Insel in Ruhe zu genießen - denn bald beginnt der große Rummel. Bei frühsommerlichen 26 Grad locken Wandertouren und Fahrradausflüge ins Landesinnere oder an der Küste entlang, beispielsweise zum Turm von Ses Ànimes. Er ist einer von zwölf Wachtürmen, die im 16. Jahrhundert rund um die Insel erbaut wurden – von hier bietet sich ein grandioser Ausblick. Auch am Strand lässt es sich tagsüber gut aushalten, das Meer hat an die 21 Grad und erfrischt in der doch schon recht heißen Mittagssonne. Auch Malta ist dank seines subtropischen Klimas ganzjährig ein attraktives Reiseziel. Im Mai erreichen die Lufttemperaturen schon 26 Grad, das Wasser kommt auf 20 Grad. Abwechslung in den Strandurlaub bringen Ausflüge in die Hauptstadt Valletta mit ihrer gut erhaltenen Festungsanlage aus dem 16. Jahrhundert oder hinüber zur grünen Nachbarinsel Gozo. Auf Aktivurlauber wartet darüber hinaus ein breites Sportangebot. Auch für Lernbegeisterte hält die Insel viel bereit. Um nur ein Stichwort zu nennen: “Sprachreisen Malta“. Mykonos ist bekannt als die “weiße Insel” - das hat das Eiland seinen leuchtenden, gekalkten Häusern zu verdanken. Die international beliebte Insel ist noch nicht überbevölkert. Bei bis zu 30 Grad Luft- und etwa 21 Grad Wassertemperatur kann man aber schon ausgiebig Badefreuden genießen. Reizvoll sind Wanderungen zu den für die Insel typischen Windmühlen sowie ein Bummel durch die Hauptstadt: In Alefkandra, dem schönsten Viertel von Mykonos Stadt, finden sich die besten Restaurants.



Die besten Sitze im Flieger - Wunschplatz schon vor dem Check-in sichern

1 04 2005

Der Vordermann legt den Sitz zurück, die eigene Lehne ist nicht verstellbar, und um die Armlehnen rechts und links wird gekämpft: Horror-Vision für Mittel- oder gar Langstreckenflüge. Um auch in der Economy Class einigermaßen bequem zu fliegen, gesundheitliche Risiken weitgehend auszuschließen und ausgeruht am Urlaubsort anzukommen, soll-ten Urlauber wissen, wo die besten Plätze im Flieger sind. Wer sich beim Abflug den Fenster- oder Gangplatz in der Reihe vor der Toilette geben lässt, hat die schlechtesten Aussichten für eine bequeme Reise: Der “Fensterplatz” hat in manchen Maschinen gar kein Fenster, die eigene Rückenlehne ist nicht verstellbar, die des Vordermanns allerdings schon. Ganz zu schweigen von den stark frequentierten Toiletten in vollbesetzten Flugzeugen und dem Lärm und den Gerüchen aus der Bordküche. Ganz anders sieht es aus, wenn man sich einen der Plätze in der ersten Reihe sichert: Verstellbare Rückenlehnen und viel Beinfreiheit. Schnelligkeit ist gefragt: Diese Plätze sind die begehrtesten. Dasselbe gilt in größeren Flugzeugen, wie einer Boeing 747, für die Reihen hinter den Notausgängen, den Trennwänden oder den Toiletten. Kurz: Alle Reihen ohne Vordermänner bieten Beinfreiheit und keine einengenden Rückenlehnen von vorne. In großen Maschinen, wie in einem Airbus 310 oder 330 oder einer Boeing 747, sind Plätze am Gang auf jeden Fall bequemer als Mittel- und Fenstersitze. Denn dort machen drängelnde Ellbogen das Essen zum akrobatischen Akt, der ständige Kampf um die Armlehnen zehrt an den Nerven und jeder Gang zur Toilette geht nur über die Sitznachbarn. Fernsehen und Filme an Bord: Ein netter Zeitvertreib für die oft quälend langen Stunden im Flieger. Doch auch Cineasten sollten auf die richtige Platzwahl achten. Wer zu nahe an der Leinwand sitzt, dem droht nach zwei Spielfilmen eine Genickstarre. Statt Kino lieber Fliegen mit Panoramablick? Vorsicht: Fensterplätze an den Tragflächen haben ihren Namen nicht verdient. Wer Flugangst hat oder wem leicht übel wird, der sollte im Flugzeug möglichst weit vorne sitzen, denn mögliche Turbulenzen machen sich weiter hinten stärker bemerkbar. Wer auf Nummer sicher gehen will, besorgt sich die Bestuhlungspläne seiner Airline und sucht sich den gebuchten Flugzeugtyp und damit auch die besten Sitzreihen aus. Die Pläne gibt es im Internet auf den jeweiligen Homepages, im Serviceteil der Flugpläne oder im Reisebüro. Am Check-In-Schalter sollte man deutlich sagen, wo man sitzen will. Wer sich auf gut Glück einen Platz zuweisen lässt, sitzt meistens nicht auf den besseren Plätzen. Am besten jedoch wartet man gar nicht erst bis zum Einchecken, sondern reserviert schon vorher den Wunschsitz. Bei den meisten Fluggesellschaften und Reisebüros geht das gleich bei der Buchung. Die Sitzplatz-Reservierung ist bei Linienflügen kostenlos, Charterflug-gesellschaften verlangen bis zu 30 Mark für diesen Service. Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair spart sich die ganze Sitzplatz-Diskussion: Bei dieser Airline herrscht freie Platzwahl. Einen Vorteil hat das System: Die Passagiere sind pünktlicher, denn der letzte sitzt bestimmt am schlechtesten.



Sales in London, Paris und Mailand

1 04 2003

In London zum Beispiel beginnen die “January Sales” schon Ende Dezember. 50 bis 75 Prozent lassen sich sparen. Vor allem in den teuren Einkaufsstraßen der Themse-Metropole lohnt sich jetzt das Stöbern: Die Designer-Läden in der Bond Street und in der Sloane Street sowie an der Knightsbridge schaffen Platz für die neuen Kollektionen. Bis Anfang Februar dauern die “Sales” – je später man kommt, desto billiger ist die Ware. In Paris beginnen “Les Soldes” am 9. Januar und dauern bis Mitte Februar. “Dégriffé”, “Remises” – überall locken in den Schaufenstern Schilder, die hohe Preisnachlässe versprechen. Unbedingt besuchen sollten Shopping-Verrückte das 9. Arrondissement: Rund um die Oper herrscht Trubel vor den riesigen Kaufhäusern Galeries Lafayette und Printemps. Außerdem hat der Pariser Schlussverkauf eine Besonderheit: Reduziert wird nicht nur Kleidung, sondern auch andere Artikel wie Kosmetika oder Brillen. Den Shopping-Trip durch Brüssel startet man am besten auf der Avenue Louise, der beliebten Einkaufsstraße. Wer es schriller mag, der bummelt durch die Rue Dansaert, wo die belgischen Avantgarde-Designer ihre Showrooms haben. Belgiens Modezentrum ist das 50 Kilometer entfernte Antwerpen. Ann Demeulemeester, Dries van Noten, Walter van Beirendonck und andere Avantgarde-Designer haben hier ihren Sitz. Wem diese Namen nichts sagen, der geht zum Auftakt erst mal ins Antwerpener Modemuseum. Alle anderen besuchen die Boutiquen der heißesten Jungdesigner rund um den Polizeiturm an der Lombardenstraat. Eine Art Mode-Supermarkt ist das “Fish&Chips” in der Kammenstraat. 120 Modelabels sind dort im Angebot. Richtig günstig wird es in Prag. Für Einkaufslustige aus den westlichen Ländern ist Prag ein Paradies, denn die ohnehin günstigen Preise werden nach Weihnachten noch mal verringert. Feste Termine gibt es bisher allerdings nicht. Einkaufstipp: Die Prager Neustadt mit ihren modernen Einkaufszentren, Bars und Restaurants. In Italien geht es in der zweiten Januarwoche mit den Preissenkungen los – offiziell. Die besten Angebote machen die Boutiquen in der Modemetropole Mailand aber schon kurz nach Silvester. Ferragamo, Versace, Prada, Gucci: In der Via Montenapoleone und in der Via della Spiga sind zahlreiche namhafte und exklusive Designer versammelt - und mit ein wenig Glück sind die begehrten Teile dieses eine Mal im Jahr erschwinglich.



Gran Canaria: Darum ist es trotzdem schön

1 04 2001

Auf dem “kleinen Kontinent” finden Touristen fernab der Strände auch Inselromantik und landschaftliche Kontraste. Das wichtigste vorab: Auf Gran Canaria herrscht Sonnenscheingarantie, denn die Insel liegt ungefähr auf dem gleichen Breitengrad wie Miami und die Sahara. Das ganzjährig ideale Urlaubswetter hat die Insel zum Paradies für Pauschalreisende gemacht. Auch heute noch ist die drittgrößte Insel der Kanaren zwölf Monate im Jahr ausgebucht – riesige Hotels und Massentourismus müssen Sonnenhungrige allerdings in Kauf nehmen. Für Individualisten empfiehlt sich ein Trip nach Gran Canaria nicht – der Tourismus hat die Insel fest in der Hand. Wer ein authentisches einheimisches Fischlokal besucht, wird auch im abgelegensten Dorf deutsche und englische Versionen der Speisekarte finden. In Puerto Rico sind die Menüfolgen gleich in fünf oder sechs Sprachen erhältlich. Kein Wunder, die Hotelanlagen, die sich hier an der Atlantikküste auftürmen, sind ausgebucht mit Europäern jeder Couleur. Platz ist für alle. Hotels mit 2000 Apartments und Zimmern reihen sich aneinander; die luxuriösen liegen direkt am Meer, mit paradiesischen Gartenanlagen und Poolanlagen. Die günstigeren dagegen türmen sich ein Stück weiter im Landesinneren auf. Dort müssen Urlauber auf einige Privilegien verzichten, wie etwa auf Privatstrände. Steinige Strände und meterhohe Wellen finden Gäste hier nicht – die Bucht, die sich die Luxus-Hotels Steigenberger La Canaria, das Anfi del Mar und das Aquamarina teilen, wurde kurzerhand mit Tonnen von feinstem Sand in einen karibischen Traumstrand verwandelt. Alle anderen pilgern in die einzigartige Wüstenlandschaft von Maspalomas. Las Dunas, eine rund zehn Kilometer lange Dünenkolonie, ist schon seit Jahrhunderten auf Wanderschaft entlang der Atlantik-Küste. Täglich pilgern Touristenkolonnen durch den puderweichen Sand, klettern die goldenen Kämme hoch, lassen sich wieder runterrollen. Andere aber ziehen sich in die windgeschützten Mulden zurück und genießen die Sonne – der ständige Wind trägt alle Geräusche weg, vom Tumult am Strand ist nicht viel zu merken. Die goldene Wüstenlandschaft gehört zu Europas beliebtesten Badestränden. Massen von FKK-Anhängern sonnen sich und springen in den kühlen Atlantik. Eine nicht enden wollende Menschenkette wandert derweilen am Strand entlang. Der Fußmarsch durch diese wunderschöne Strandkulisse ist ein Klassiker unter den Inselausflügen. Wer genug hat von der Geselligkeit, fährt ins Landesinnere. Die ist mancherorts nicht ganz ungefährlich: Enge Haarnadelkurven führen in die felsige Berglandschaft, die sich im Norden Gran Canarias erhebt. Die Serpentinen schlängeln sich in schwindelerregenden Höhen über karge Granitfelsen. Weit unten sieht man bizarre Schluchten. Leitplanken gibt es nicht, dafür allerdings wird die wilde Strecke mit atemberaubenden Ausblicken aus 2000 Metern Höhe belohnt. In kleinen Dörfern halten Einheimische Siesta am Stra-ßenrand, kleine Destillerien bieten “Guindillo”, den typischen hochprozentigen Kirschlikör an, und eine Serpentine weiter durchbricht plötzlich ein Tal mit subtropischer Vegetation, Palmen und Zitronenhainen die Granitfelsen. Eine Fahrt vom trockenen Süden in den feuchten Norden hinterlässt garantiert unvergessliche Eindrücke. Die Insel wird dank ihrer abwechslungsreichen Landschaft auch der “kleine Kontinent” genannt. Vormittags am künstlich-karibischen Sandstrand, nachmittags ein Wüstenspaziergang und danach eine Fahrt zum Sonnenuntergang mit Bergpanorama – Gran Canaria bietet land-schaftlich Kontraste und quirliges Inselleben. Vor allem in den achtziger Jahren war die Insel Traumziel wahrer Touristenmassen. Abgewohnte Hotelanlagen aus den vergangenen Jahren müssen Urlauber deshalb in Kauf nehmen, genau wie riesige luxuriöse Neubauten und den Massentourismus. Die Belohnung dafür: Endlose Sonnenstunden, kilometerlange Strände und gut versteckt auch Insel-Romantik und Einsamkeit.



Ab 50 Zigarren wird es teuer

31 03 2000

Zu Zeiten des Binnenmarktes vergessen Urlauber immer häufiger, nach Einkäufen bei Fernreisen Zoll zu bezahlen. Ein paar Kisten Wein aus Frankreich, Grappa aus Italien – wer im europäischen Ausland größere Mengen einkauft, muss am Zoll kein schlechtes Gewissen mehr zu haben. Seit Bestehen des Binnenmarkts sind innerhalb der Europäischen Union Mengenbeschränkungen für die Einfuhr von Waren größtenteils entfallen. Bei der Heimreise aus Nicht-EU-Län-dern gelten allerdings weiterhin Beschränkungen. Durch den “grünen Kanal” dürfen an der Grenze und am Flughafen prinzipiell alle Waren, die weder zum Handel noch zur gewerblichen Verwendung bestimmt sind. Auch die Zeiten, in denen nur eine Stange Zigaretten zollfrei mitgebracht werden durfte, sind innerhalb der EU vorbei. Der Mengenkatalog des Bundesfinanzministeriums erlaubt mittlerweile das Mitbringen von 800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren und einem Kilo Tabak. Die Einfuhr von größeren Mengen ist zwar auch erlaubt, doch dann muss der Urlauber glaubhaft machen, dass alles zum privaten Gebrauch gedacht ist, sonst kommt er in den Verdacht, das Mitgebrachte gewerblich zu nutzen. Bei alkoholischen Getränken gelten folgende Mengenrichtlinien: Zehn Liter Spirituosen, 20 Liter Zwischenerzeugnisse wie Likörwein, 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein) und 110 Liter Bier. Für Mitbringsel aus den sogenannten Drittländern, also allen Nicht-EU-Ländern, gelten andere Freimengen. Wer in diesen Gebieten einkaufen geht, sollte sich vorher schlau machen was der deutsche Zoll erlaubt. So sind die Einfuhrmengen für Tabakwaren begrenzt auf 200 Zigaretten, oder wahlweise 100 Zigarillos, 50 Zigarren und nur 250 Gramm Tabak. Ähnlich beim Alkohol: Mehr als ein Liter Spirituosen (über 22 Prozent Alkoholgehalt) ist nicht erlaubt. Für alle anderen Alkoholika wie Wein gilt die Mengenbegrenzung von zwei Litern. Probleme mit dem Zöllner bekommen auch die, die mehr als 500 Gramm Kaffe, 50 Gramm Parfum und 0,25 Liter Eau de Toilette mitbringen. Für anderen Dinge, wie beispielsweise Kleidung und Elektroartikel, beträgt die Abgabe an den Fiskus 13,5 Prozent, allerdings nur dann, wenn die Waren mehr als 350 Mark wert sind. Wer also in den USA ein paar Jeans, einige CDs und einen neuen Fotoapparat kauft, wird zur Kasse gebeten. Beträgt der Warenwert mehr als 700 Mark, wird die Einfuhrumsatzsteuer von 16 Prozent fällig. Für Andenken aus Zielen wie den Mittelmeerländern, Bulgarien, Rumänien, Tschechien, Slowenien und den Baltischen Staaten gilt eine Obergrenze von 2350 Mark, für Polen und Ungarn 2100 Mark. Um die Prozedur am Zoll nicht noch weiter zu komplizieren, sollten Reisende die Rechnungen für Anschaffungen im Ausland aufheben - ansonsten schätzt der Zöllner den Preis der Mit-bringsel. Probleme kann es auch geben, wenn das neue Laptop im Koffer ist. Um nicht in den Verdacht zu geraten, dass es im Urlaub gekauft wurde, sollte eine Kopie der Rechnung mitgenommen werden. Die Bußgelder können teuer werden: Wer Waren im Wert bis zu 1500 Mark am Zoll vorbeischleusen will, zahlt etwa 750 Mark Steuern und Strafe. Wer noch teurer eingekauft hat, dem drohen Strafverfahren, Beschlagnahmung und Bußgelder in Höhe von mehreren Tausend Mark. Wer einfach die Preisschilder abtrennt ist noch lange nicht gefeit - Zöllner erkennen neue Waren auch an kleinen Details. Deswegen rät Thomas Meister vom Hauptzollamt am Flughafen München: “Geben sie Einkäufe an und zahlen sie die fälligen Steuern. Sie sparen sich irrsinnigen Ärger.” Weitere Information: Die Broschüre “Reisezeit - Ihr Weg durch den Zoll” gibt es beim Bundesministerium für Finanzen, Wilhelmstraße 92, 10117 Berlin. Bestellung im Internet unter www.bundesfinanzministerium.de.