Reise-Tipps für den Frühling

13 02 2012

Dem Frühling entgegen fliegen - fünf sonnenverwöhnte Inseln für Winter-Flüchtlinge. Warum sich länger über Schneematsch, Regen und Nebel ärgern?

Wem der Winter in Deutschland einfach endlos erscheint, der sollte dem Frühling entgegen fliegen. Ab März locken die sonnenverwöhnten Inseln im Mittelmeer und im Atlantik mit blühendem Frühling, Erholung und günstigen Preisen. Noch sind die Strände nicht übervölkert und die schönsten Ausflugsziele lassen sich bei angenehmem Klima mit Muße erleben. Wir stellen die schönsten Ziele für den Start in die warme Jahreszeit vor. 

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Kalifornien - wo die Wüste Wunder verspricht

9 02 2012

Zu Füßen der Chocolate Mountains liegt die vielleicht süßeste Urlaubs-Versuchung des US-Bundesstaats Kalifornien: Palms Springs.

Schokoladig braune Hügel, weite Wüsten, unendliche Windmühlen-Farmen und Palmen – das ist die nähere Umgebung der Hotels in Palms Springs, die zu Füßen der Chocolate Mountains auf Besucher warten.

Auch auf den zweiten Blick ist die Palms Springs ein Wunderland. Lesen »



Fünf Bikini-Tipps für den Resturlaub

15 03 2009

Zuhause drückt das Schmuddelwetter auf die Stimmung, und es sind noch einige Tage Urlaub übrig? Dann lautet die Devise: Koffer packen und ab in sonnigere Gefilde! Denn nichts ist schöner als sich am Strand zu aalen, während daheim die Temperaturen sinken. Fünf sonnige Destinationen für den Resturlaub.

Auf Fuerteventura geht der Frühling nie vorbei: Bei 24 Grad Luft- und 21 Grad Wassertemperatur treffen sich Badehungrige und Surfbegeisterte auch im November noch an den kilometerlangen Sandstränden der Kanarischen Insel. Das milde Klima lädt zu langen Spaziergängen über die dunklen Vulkanfelder und die weiten Steppenlandschaften der Insel ein. Aktive Urlauber nutzen die zahlreichen Wassersport-Möglichkeiten. Mit dem Mietwagen lassen sich die reizvollen Ecken der Insel erkunden, wie das grüne Tal Vega del Rio Palma und die schneeweiße Hauptstadt Betancuria.

Sommerliche Temperaturen erwarten Winter-Flüchtlinge auf Gran Canaria. Auch im Winter ist die wilde Natur noch grün und bietet sich für Ausflüge und Wanderungen an. Wasserratten sonnen sich an einem der schönen Strände, wie in der Badebucht Playa de las Burras.

Madeira, die Insel für Naturliebhaber und Wanderer, lockt im Winter mit angenehmen 22 Grad Tagestemperaturen. Die Insel ist bekannt für ihre üppige Vegetation, ihre Blütenpracht und die wildromantische Felsküste. Wer baden will, kann dies in einem der schön angelegten Meerwasser-Schwimmbecken tun. Ansonsten bieten sich im Madeira-Urlaub auch erholsame Spaziergänge und Ausflüge in malerische Bergdörfer und grüne Täler an, die von Funchal, dem Zentrum Madeiras, gut erreichbar sind.

In Ägypten fängt im Oktober die beste Reisezeit an. Tagsüber wird es selten heißer als 25 Grad, nur nachts kühlen die Temperaturen auf 10 Grad ab. Im Ferienparadies Hurghada ist Erholung angesagt: Baden, Faulenzen und die heiße Dezember-Sonne genießen. Nicht entgehen lassen sollten sich Urlauber einen Besuch des orientalischen Markts im Ortszentrum. Tauch-Fans finden hier ihr Dorado.

28 Grad Lufttemperatur und 26 Grad warmes Wasser machen die karibische Insel Barbados im Winter zu einem Ferienparadies. Palmenbesäumte schneeweiße Strände, ein riesiges Angebot an Sportmöglichkeiten und lebhaftes Nachtleben – hier lässt sich der Resturlaub auf angenehmste Art und Weise verbringen. Samstags trifft sich die ganze Insel auf dem flippigen Straßenmarkt der Hauptstadt Bridgetown.



Frachtschiffreisen: Auf dem Containerschiff
über die Weltmeere

20 02 2009

Reisen auf Handelsschiffen finden immer mehr Anhänger - auch ohne Kabinenservice, Showprogramm und Kleidervorschriften. Im Winter bei meterhohen Wellen über den Nordatlantik oder im Sommer einmal quer durchs Mittelmeer - Handelsschiffe bieten eine Vielzahl von weltweiten Reiserouten.

Im Gegensatz zu Luxuslinern ist hier allerdings Anpassung statt Animation gefragt. Dafür sind Frachtschiffreisen günstiger als Kreuzfahrten, es gibt interessante Einblicke in die Arbeit an Deck und Kontakt zu Kapitän und Crew.

Die wichtigste Regel bei Reisen mit Handelsschiffen lautet: Die Fracht bestimmt die Route. Die Passagiere können nur zu Be- und Entladezeiten das Schiff verlassen, Änderungen im Fahrplan sind auch kurzfristig möglich. Wer zu spät von seinem Landausflug zurückkehrt, der sieht im schlimmsten Fall nur noch das Kielwasser. Deswegen zahlen Mitreisende auch eine Deviationsversicherung, die die Kosten für Zeitverluste übernimmt falls etwa wegen einer Erkrankung der Kurs geändert werden muss. Zu den üblichen Tagespreisen, die um die 100 Euro liegen, kommen neben der Versicherung noch Hafengebühren hinzu.

Eine Handvoll Agenturen hat sich auf die Vermittlung dieser alternativen Schiffsreisen spezialisiert - und die werden immer beliebter. “75 Prozent unserer Kunden kommen immer wieder”, sagt Raymund Oberhern, Inhaber von Robmar Seereisen. “Auf Kreuzfahrten bekommen Passagiere immer nur die Filetstücke, bei uns dagegen kann man etwas erleben.” Gegessen wird am Tisch des Kapitäns, und zwar das, was der Schiffskoch zubereitet, eine Speisekarte gibt es nicht; genauso wenig wie Animation an Bord. Dafür haben fast alle Containerschiffe einen Swimmingpool, Fitnessgeräte, Sauna und einen Fernsehraum. Die Kabinen sind oft größer als auf den Kreuzfahrtschiffen, ein eigenes Bad ist Standard.

Es gibt keine Kleidervorschriften an Bord, Anzug und Abendkleid können getrost zu Hause bleiben. Der Kontakt zur Crew ist eng und die Passagiere dürfen sich an Bord frei bewegen. Sie können etwa dem Kapitän bei der Arbeit auf der Brücke zusehen oder sich den Maschinenraum zeigen lassen. Während der Verladungen in den Zielhäfen haben die Gäste Zeit für Landgänge. Stückgutfrachter haben meistens mehrere Tage Aufenthalt, Kühlschiffe und Containerfrachter höchstens einen Tag. Die Auswahl an Reiserouten ist riesig, Frachtschiffe schippern mit den unterschiedlichsten Zwischenstopps über alle sieben Weltmeere. Bei Abenteurern sind vor allem kurze Trips durch die Nord- und Ostsee nach Skandinavien oder Törns durch den Mittelmeerraum beliebt. Genua, Barcelona, Casablanca, Marseille und retour stehen etwa bei einer elftägigen Fahrt über das Mittelmeer auf dem Programm.

An Bord geht es in Genua, die An- und Rückreise organisieren die Gäste selber. Wer in ferne Ozeane stechen und Seeluft auf dem Indischen Ozean, Pazifik oder in der Karibik schnuppern will, sollte entweder viel Zeit mitbringen oder vor Ort an Bord gehen - die Kosten für Hin- und Rückflug addieren sich dann allerdings. Um die 10000 Euro kostet eine Weltreise bei der Reiseagentur Hamburg-Süd: Geankert wird in 17 Welthäfen wie New York, Sydney und Singapur. Das kann dauern, denn einmal rund um die Welt dauert auch per Schiff mindestens 80 Tage.

Anbieter finden sich z.B. hier: www.travelinstyle.de. Weitere empfehlenswerte Reedereien sind Frachtschiff-Touristik, Exhöfter Damm 12, 24404 Maasholm/Ostsee. Tel. 04642/6068. Hamburg-Süd Reiseagentur, Ost-West-Str. 59-61, 20457 Hamburg. Tel. 040/37052-597. Internationale Frachtschiffreisen Pfeiffer, Friedrich-Storck-Weg 18a, 42107 Wuppertal. Tel. 0202/452379. Magellan Travel Services, Ost-west-Str. 70, 20457 Hamburg. Tel. 040/374710-0. NSB Frachtschiff-Touristik, Violenstr. 22, 28195 Bremen. Tel. 0421/33880-20. Reederei Horn-Linie, Süderstr. 75, 20097 Hamburg. Tel. 040/23677-113. Reederei Laeisz, Postfach 401403, 18125 Rostock. Tel. 0381/4584-070. Robmar Seereisen, Mettmanner Str. 212, 42549 Verlbert. Tel. 02051/25-6197. Fachreiseagentur für Seereisen, Strandallee 110, 23667 Scharbeutz. Tel. 04503/73675.



Strandurlaub in der Nachsaison - Sonne satt bis in den Herbst

31 01 2009

Zehn Tipps, wo es rund ums Mittelmeer auch im Oktober noch warm genug zum Baden ist. Die große Sommerhitze ist vorrüber, die Strände sind nicht mehr übervölkert, und die schönsten Ausflugsziele lassen sich mit Muße erleben: Wenn in Deutschland die Temperaturen sinken, beginnt für manche Urlauber rund ums Mittelmeer die schönste Zeit. Diese zehn Urlaubsziele verheißen auch im Herbst noch Sonne satt und warmes Wasser. Hochsommerliches Klima wartet in Israel auf Reisende in der Nachsaison. Im Oktober liegen die Tagestemperaturen bei durchschnittlich noch 33 Grad, das Wasser ist 27 Grad warm. Am Golf von Eilat, dem beliebten Ferienort am Roten Meer, kommen nicht nur Sonnenhungrige auf ihre Kosten. Ein breites Wassersportangebot und Ausflüge zu biblischen Sehenswürdigkeiten locken auch Aktivurlauber an. Das wärmste Wasser am Mittelmeer bietet Zypern. Kein Wunder, dass die Insel auch im Herbst ein beliebtes Reiseziel ist. Für die Insel der Aphrodite sprechen nicht nur 28 Grad Luft- und 25 Grad Wassertemperaturen, sondern auch die gute Meerwasserqualität und die abwechslungsreiche Landschaft. Obstplantagen und terrassenförmig angelegte Weinfelder begleiten Wanderungen und Ausflugsfahrten zu antiken Stätten, in urige Dörfer oder ins Troodos-Gebirge. Bei 28 Grad durchschnittlicher Lufttemperatur und 23 Grad warmem Meerwasser lässt es sich auf KretaGriechenlands heißester Insel, im Herbst gut aushalten. Ausflüge zum 3500 Jahre alten Palast von Knossos oder in die längste Schlucht Europas, die Samaria-Schlucht, sind nicht mehr annähernd so schweißtreibend wie im Hochsommer. Auch Mallorca lässt sich wunderbar im Herbst genießen. Wenn der große Rummel vorrüber ist, entwickelt selbst mancher im Sommer überfüllte Badeort seinen Reiz. Bei angenehmen 23 Grad locken Wandertouren und Fahrradausflüge ins Landesinnere, danach kann man sich im 21 Grad warmen Meer erfrischen. Für abendliche Strandspaziergänge oder das Dinner auf der Hotelterrasse sollte allerdings eine Jacke im Gepäck sein.Auf Lanzarote scheint die Sonne im September und Oktober täglich immer noch durchschnittlich sieben Stunden. Bei 27 Grad Lufttemperatur und 22 Grad warmem Wasser lässt es sich am Strand gut aushalten. Ausflüge zu den Naturwundern der Insel, den Feuerbergen “Montanas del Fuego”, und der berühmten Lagune “El Golfo” sorgen für Abwechslung. Reizvoll ist auch die vielfältige Pflanzenwelt der Kanareninsel. Nur drei Flugstunden entfernt lockt Tunesien Sonnenhungrige mit schönen Sandstränden, Wüstenromanik und orientalischem Flair. Auf der Badeinsel Djerba klettert das Thermometer im September und Oktober bis auf 31 Grad, das Meer ist wohlige 25 Grad warm. Aktivurlauber können sich beim Tennisspielen, Golfen und Reiten austoben. Abwechslung bringt in der malerischen Altstadt von Houmt Souk der dreimal wöchentlich stattfindende Markt. Neun Stunden Sonne täglich, 28 Grad warme Luft und 23 Grad Wassertemperatur machen auch Sardinien zu einem idealen Urlaubsziel in der Nachsaison. Hier gibt es statt Massentourismus weiße Sandstrände, unberührte Natur und die klare Luft der Mittelmeerinsel. Beim Duft von wildem Lavendel und Thymian kann man schöne Wandertouren unternehmen oder beim Tauchkurs, Tennis oder Golf aktiv werden. Malta ist dank subtropischem Klima ganzjährig ein attraktives Reiseziel. Im Oktober erreichen die Tagestemperaturen noch 24, das Wasser 22 Grad. Das Hinterland ist eher karg, dafür kann man sich in die 6000-jährige Geschichte der Insel vertiefen und die gut erhaltenen Festungsanlagen der Hauptstadt Valletta besichtigen. Daneben bringen Ausflüge zur grünen Nachbarinsel Gozo und ein umfangreiches Sportangebot Abwechslung in den Strandurlaub. An der türkischen Ägäisküste strahlt die Sonne auch im Oktober noch neun Stunden am Tag und erreicht Höchstwerte von 25 Grad. Für Wassersportler sind die Buchten von Bodrum ein Windsurfing-Paradies. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie das um 1400 erbaute Castell St. Peter machen den kulturellen Reiz der Stadt aus. Abends tobt das Leben in den Clubs und Bars - nicht umsonst wird Bodrum als türkisches St.Tropez bezeichnet. Die südportugiesische Algarve ist bekannt für ihre grandiose Küstenlandschaft: Steile Klippen, feine Sandstrände und bizarre Felsen, dazu blaues Meer und mildes Klima. Das kann man auch im Herbst noch bei Tagestemperaturen um 23 Grad genießen. Und das Wasser ist oft noch angenehme 20 Grad warm. Wenn die sommerlichen Touristenmassen verschwunden sind, weht selbst durch die Gassen von Albufeira noch ein Hauch vom Fischerdorf, das der beliebte Badeort einst war. Abwechslung zum Sonnenbad am Strand bieten Ausflüge zu stillen Dörfern und Städtchen im Hinterland. Sportliche Urlauber kommen vor allem beim Golfspielen auf ihre Kosten.



Schlittenspaß bei 30 Grad

31 01 2009

Rutschpartie mit Nervenkitzel - Sommerrodelbahnen sind ein rasantes Vergnügen für Jung und Alt. Auf einem flotten Schlitten mit Karacho den Berg hinuntersausen - das ist nicht nur im stiebenden Schnee eine Riesengaudi. Som-merrodelbahnen ermöglichen den Nervenkitzel beim Schlittenfahren auch bei schweißtreibenden Temperaturen. Wir stellen einige Bah-nen zwischen Sauerland und Alpen vor. Deutschlands längste Sommerrodelbahn schlängelt sich im oberbayerichen Bad Tölz den Hang des Blombergs hinunter. Sie wurde als eine der ersten Bahnen ihrer Art in Deutschland 1976 erbaut und in diesem Frühjahr komplett er-neuert. 1286 Meter Rutschvergnügen auf Kunststoffplatten machen die Blombergbahn zu einer High-Tech-Abfahrt. Die Rodler sausen durch 17 Kurven ins Tal, überwinden mehr als 40 Schikanen und bringen einen Höhenunterschied von 220 Metern hinter sich. Die Ge-schwindigkeit kann jeder Fahrer mit seiner Bremse selber regulieren. Zum Startpunkt geht es zu Fuß oder mit dem Sessellift den Berg hinauf, hinunter auf den schnellen Rollen. Erst im vergangenen Jahr wurden in Garmisch-Partenkirchen gleich zwei Bahnen gebaut. Mit bis zu 60 Stundenkilometer flitzen die Rodler neben dem Skistadion bergab. Eine sehr steile und kurvige Abfahrt durch die grüne Berglandschaft. Auch im Berchtesgadener Land, der Heimat des mehrfachen Rodel-Weltmeisters Georg Hackl, geht es seit Jahren auch ohne Schnee und Eis talwärts. 600 Meter lang ist die Sommerrodel-rinne; Gefälle von 15 Prozent und eingebaute Wellen treiben hier den Adrenalinspiegel auf dem Räderschlitten in die Höhe. Unten angekommen werden die Rodler bequem per Schleppseil wieder zum Starthaus befördert - ohne absteigen zu müssen. Aber nicht nur im Voralpenland, sondern auch in den deutschen Mittelgebirgen warten Sprünge und Steilkurven auf rasante Fahrer. Mit über 1000 Metern ist die Rodelstrecke in St. Englmar im Bayerischen Wald eine der längsten Deutschlands. Eine Bergaufbahn zieht die Zweierbobs auf 500 Höhenmeter. Jumps, Brücken, Doppel-S-Kurven und Unterführungen wechseln bei der Talfahrt mit Wiesen und Wald-stücken ab. Dazu sorgen elf Steilkurven für eine spannende Abfahrt. Auch drumherum gibt es einiges zu erleben: ein Streichelzoo, ein Rundwanderweg und ein Abenteuerspielplatz sorgen für Abwechslung. In mittelfränkischen Pleinfeld im Neuen Fränkischen Seenland, winden sich gleich zwei 550 Meter lange Stahlwannen mit unterschied-licher Kurvenführung bergab. Wer noch mehr Action braucht, kann sich gleich nebenan auf einem Bungee-Trampolin acht Meter in die Höhe schnellen lassen oder Minigolf spielen. An der Wasserkuppe in der hessischen Rhön haben Rodler die Wahl: Eine Edelstahl-Doppelbahn mit Kunststoffschlitten führt im Sommer 800 Meter durch die Wald- und Wiesenland-schaft. Nach der Riesenrutschbahn kann man noch eine Abfahrt auf einem “Alpine-Coaster” wagen. Diese schienengeführten Schlitten sausen auf einer 1000 Meter lange Bahn ganz-jährig ins Tal. Eine weitere, etwa 750 Meter lange, kurvige Rutschpartie wartet auf dem benachbarten Hoherodskopf im Naturpark Vogelsberg. Zwei Rodelbahnen gehören auch im Sauerland zu den sommerlichen Freizeitattraktionen. Im Weltcup-Ort Willingen lässt sich die Mittel-gebirgslandschaft im Bergauflift genießen, bevor die Rodler auf einer 700 Meter langen kurvenreichen Edelstahlbahn wieder ins Tal rutschen. Die Bahn in Winterberg ist beheizt und deswegen ganzjährig geöffnet. Sie ist ebenfalls um 700 Meter lang und bietet mehrere Jumps und Brücken. Zusätzlich sorgen in Winterberg vier Riesentrampoline für Kribbeln im Bauch. Im Ahrtal zwischen Köln und dem Nürburgring liegt die Rodelbahn Altenahr. Durch sieben schnelle Kurven gleiten die flachen Wagen hier rund 500 Meter weit durch die hügelige Eifellandschaft. Die Edelstahl-Rutschbahn ist ebenfalls ganzjährig geöffnet; im Sommer täglich, von November bis Mitte März nur an den Wochenenden. Die Preise für den Kurvenspaß liegen je nach Bahn zwischen zwei und sechs Euro pro Start. Alle Bahnen haben im Sommer täglich geöffnet und bieten auch Gruppenermäßigungen an. Wer in den Geschwindigkeitsrausch verfällt, kann sich überall Punktekarten für mehrere Fahrten kaufen. Weitere Informationen: Blombergbahn Bad Tölz: 08041/3726, Sommerrodelbahn am Skistadion Garmisch-Partenkirchen: 08821/56676, Sommerrodelbahn am Obersalzberg Berchtesgadener Land: 08652/2105, Schlierseebergbahn Schliersee: 08026/6722, Rodel-Paradies St. Englmar: 09965/1203, Sommerrodelbahn Pleinfeld: 09144/6300, Sommerrodelbahnen Wasserkuppe/Rhön und Hoherodskopf/Vogelsberg: 06651/9800, Sommerrodelbahn Willingen: 0171/6743040, Sommerrodelbahn Winterberg: 02981/908060, Sommerrodelbahn Altenahr/Ahrtal: 02643/2321. 



Weihnachtsbräuche in aller Welt

15 11 2008

Frohes Fest mit Santa Lucia und Santa Claus - nicht überall wird der Heilige Abend beschaulich und im Kreise der Familie gefeiert. Den Christbaum werfen die Schweden nach den Feierlichkeiten aus dem Fenster, in Finnland hat der Weihnachtsmann eine eigene Postanschrift und in Australien wird der 24. Dezember mit Freunden am Strand gefeiert. Dabei kommt der Nikolaus auch gern mal auf Wasserski und in roten Badehosen angerauscht. Christmas made in USA: Santa Claus kommt in der Nacht zum 25. Dezember und bringt die Geschenke durch den Schornstein – als Belohnung für seine Rentiere stellen die Kinder Milch und Kekse vor die Tür. Ganz Amerika scheint sich im Dezember in ein riesiges Elektrogeschäft zu verwandeln – alle Häuser erstrahlen im Glanz riesiger Lichterketten. Zur Zimmerdekoration gehört in jedem Fall ein Mistelzweig: Wer drunter steht, wird geküsst. Mit Mistelzweigen werden am 24. Dezember auch die Pubs in England dekoriert, denn hier stimmen sich die Briten auf das Fest ein. Die Kinder hängen Socken am Kamin auf, die Father Christmas mit Geschenken füllt. Am 25. wird der traditionelle Truthahn angeschnitten, die Familie trägt dabei Pappnasen und lässt Knallbonbons platzen. Ruhig wird es erst am Nachmittag, wenn alle der Ansprache der Queen lauschen. Weiße Weihnachten wird es in Down Under wohl nie geben: Bei 35 Grad feiern die Australier am liebsten Strandpartys, die Tannenbäume sind wegen der Hitze aus Plastik, und der Weihnachtsmann kommt auch mal in Badehosen zum Strand. In Frankreich heißt es geduldig sein. Den Réveillon genannten Weihnachtsschmaus gibt es nämlich erst um Mitternacht. Auch der Père Noel bringt erst nachts seine Gaben ins Haus. ”Buon Natale” heißt es im benachbarten Italien – guten Geburtstag. Die Kinder freuen sich am 6. Januar auf “La Befana”, die gute Hexe, die den Artigen Süßigkeiten bringt. Die Unartigen finden in ihren Strümpfen allerdings nur schwarze Kohlen. Einer Legende nach verpasste die Hexe den Stern, der sie zur Krippe bringen sollte. Noch heute fliegt sie von Dach zu Dach und sucht nun seit 2000 Jahren das Christkind. Freche ruppige Gestalten sind die Weihnachtsmänner in Island. Dort gibt es nicht nur einen, sondern ganze 13 “Weihnachtskerle”, die einer nach dem anderen aus den Bergen kommen. Bis zum 6. Januar dauert es, bis die Gesellen nach und nach wieder zurück in die Berge stapfen. Dann erst beenden die Elfen mit einem Tanz rund ums Feuer die Weihnachtszeit. In Finnland beginnt der Heilige Abend meistens mit einem gemeinsamen Saunabad. Kinder schreiben ihre Wünsche in einem Brief an den Weihnachtsmann; er hat nämlich eine eigene Adresse: Santa-Claus Postoffice, FIN - 96930 Joulumaa-Roveniemi. Wer bis Ende Oktober schreibt, bekommt auf jeden Fall eine Antwort. Am 24. essen die Finnen am liebsten Schweinefleisch, das sie ironisch “gebackener Schwede” nennen. Die Schweden widerum interessiert das wenig: Hier beginnt die Weihnachtszeit am St. Lucia’s Day, der am 13. Dezember gefeiert wird. An diesem Tag trägt die älteste Tochter der Familie ein weißes Kleid und einen Kranz mit Kerzen auf dem Kopf und stellt so die Heilige Lucia dar. Sie weckt frühmorgens ihre Familie und bringt ihnen selbstgebackene Weihnachtsplätzchen. Am Heiligen Abend tanzen alle gemeinsam um den Weihnachtsbaum, der danach geplündert wird. Er bleibt üblicherweise bis Mitte Januar stehen; dann allerdings erwartet ihn sein unausweichliches Schicksal: Nach einem letzten Tanz fliegt der Baum einfach aus dem Fenster.



Death Valley: Tal der Extreme

1 04 2008

Ein Grad pro Kilometer - das Temperatur rast scheinbar in die Höhe, als wir das legendäre Death Valley – zu deutsch: Tal des Todes - erreicht haben. Schilder warnen vor Überhitzung – sowohl die Menschen, als auch ihre Autos. Drei Autostunden von Los Angeles und zwei von Las Vegas entfernt liegt dieses einmalige Naturparadies. Seinen Namen trägt der Nationalpark eigentlich zu Unrecht, was ein Blick in die bewegte Historie des Tals deutlich macht. Das sagenumwobene Tal des Todes im US-Bundesstaat Kalifornien ist extrem in jeder Hinsicht. 

Der Goldrausch von 1848

Kalifornien, 1848: Ein Handwerker findet ein paar Bröckchen Gold in einem kalifornischen Fluss und löst damit eine der größten Völkerwanderungen der Geschichte aus: den Gold Rush. Alle wollen gen Westen, aber auf dem Weg gilt es die Berge der Sierra Nevada zu überwinden - im Winter unmöglich. Einer der Wagenzüge nimmt 1849 eine Abkürzung und verlässt den bekannten Weg. Durch den beschwerlichen Umweg durch die Wüste in einem tiefen Tal retten sich mehrere Familien vor einem Schneesturm und dem sicheren Kältetod. Gerüchte um den Tod der Pioniere geben dieser Wüste ihren Namen: Tal des Todes.

Ein Wüste mit Legende: Death Valley Scotty

Grapevine Canyon, 1932: “Kein Mondlicht der Welt kann sich mit dem in unserem Tal vergleichen”, schwärmt Walter Scott, der als “Death Valley Scotty” in die Geschichte eingehen soll. Der Abenteurer, der den ganzen Wilden Westen bereist hatte, verliebt sich bei seinem ersten Besuch in diese ungezügelte Landschaft, bleibt und schafft es Investoren an Land zu ziehen, die auf Goldfunde hoffe. Mit deren Geld baut sich der komischer Kauz, ein ebenso seltsames Schloss, das später Museum und Besuchermagnet sein wird: Ein großzügiges Anwesen an der Nordspitze des Death Valley – Scotty’s Castle.

Der tiefste Punkt des Kontinents

Furnace Creek, 2004: Knallbunt gefärbte Gesteinsformationen, surreale Mondlandschaften, ausgetrocknete Salzseen und grandiose Aussichten liegen hinter uns, als wir in Furnace Creek ankommen, dem Besucherzentrum des Nationalparks. Der Ranger empfiehlt den nahe gelegenen Zabriskie Point: Die fast schon unheimliche, absolute Stille über den verschiedenfarbigen Bergketten wird nur vom Wind übertönt – es sind oxidierende Metalle wie Kupfer und Eisen, die die Gesteine einfärben.

Steine wandern wie von Geisterhand

Von Dante’s View, einem weiteren Aussichtspunkt, ist auch der tiefste Ort Amerikas zu sehen: der ausgetrocknete Salzsee Badwater liegt 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel, der Boden des Bassins besteht aus vier Quadratmeter großen, sechseckig aufgebrochenen Erdplatten - der einstige See ist vor 3000 Jahren ausgetrocknet. Das Phänomen der “Racetracks”, wandernder Steine, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Die Felsbrocken bewegen sich auf ebenem Grund anscheinend von selbst meterweit fort und hinterlassen dabei deutliche Schleifspuren. Wie sie sich bewegen wurde bisher weder gefilmt noch beobachtet. Die Theorie geht davon aus, dass der Boden des Racetrack Playa, eines weiteren ausgetrockneten Salzsees bei Regen so glitschig wird, dass der Wind die Felsen beweget.

Star Wars und des Teufels Golfplatz

“The Devils Golf Course” ist kein teuflisch verzwickter Golfplatz sondern ein Feld zerklüfteter, spitzer Salzkristall-Formationen. Vorsicht beim Hineinlaufen: die Zacken sind tatsächlich teuflisch scharfkantig. Ein paar Kilometer weiter warten die 200 Meter hohen Mesquite Sand Dunes. In den Quarzsand-Dünen wurden Teile des Science-Fiction-Spektakels “Star Wars” gedreht. Auch Ubehebe Crater ist einen Besuch wert: Ein 230 Meter tiefer und über 6000 Jahre alter Vulkankrater.Geologische ExtrembedingungenDas Death Valley ist ein Ort der Extreme – historisch, geologisch, klimatisch. Seine tiefste Stelle liegt knapp 86 Meter unter, die höchste Stelle mehr als 3400 Meter über dem Meeresspiegel. Im Sommer wird es mit bis zu 57 Grad extrem heiß in dem 13 Quadtratkilometer großen Nationalpark, im Winter, Frühjahr und Herbst ist es angenehm mild. Die einmaligen Ergebnisse geologischer Extrembedingungen sind heute ein beliebtes und außergewöhnliches Urlaubsziel.

Weitere Informationen: Das Furnace Creek Visitor Center & Museum ist ganzjährig täglich geöffnet, ebenso wie Scotty’s Castle & The Gas House Museum – jeweils von 8 bis 18 Uhr. Die freundlichen Ranger im Besucherzentrum organisieren geführte Ausflüge und Wanderungen und halten Karten und Informationen bereit. Die offizielle Webseite des Nationalparks: www.nps.gov/deva. Beste Reisezeit: Von Oktober bis März – der Sommer ist zu heiß. Es gibt zwei Hotels im Nationalpark, das luxuriöse Furnace Creek Inn (mit Golfplatz) und die einfachere Furnace Creek Ranch, Reservierungen sind empfohlen: www.furnacecreekresort.com.



Kleine Souvenirs können schnell großen Ärger bereiten

31 03 2008

Der Ferienflieger ist gerade gelandet, die Urlauber marschieren geradewegs zum Ausgang - schließlich haben sie nichts zu verzollen. Keiner denkt dabei an die Korallenkette, die Muschel vom Strand oder die Schnitzerei aus Rosenholz. Bereits solche kleinen Souvenirs können aber viel Ärger verursachen. Unwissenheit schützt auch hier nicht: Bei Verstößen gegen das Artenschutz-Abkommen drohen Ermittlungsverfahren und saftige Strafen. Vorsicht ist geboten, wenn Strandhändler Tiere, Pflanzen, Muscheln, Korallen oder Produkte daraus feilbieten. Thomas Meister, Pressesprecher des Hauptzollamts am Münchner Flughafen, berichtet, dass Urlauber vor allem mit Meeres-Souvenirs oft ohne Vorsatz zu Schmugglern werden: “Wer zum Beispiel Korallen mitnimmt, macht sich schon strafbar. Bis auf die rote Orgelkoralle sind sämtliche Arten geschützt.” Ein weiteres Beispiel ist das schöne rosa Gehäuse der Fechterschnecke, ein typisches Karibik-Souvenir, das für ein paar Mark verkauft wird. Findet der Zöllner sie im Gepäck, werden 300 Mark Strafe fällig - auch wenn der Urlauber das Gehäuse am Strand gefunden hat. An die hundert dieser Gehäuse werden allein in München monatlich beschlagnahmt, die Meeresschnecke ist mittlerweile vom Aussterben bedroht. Mit deutlich höheren Bußgeldern müssen Urlauber rechnen, die Produkte aus Elfenbein oder gar Reptilien mitbringen. Da werden schon mal mehrere Tausend Mark fällig. Grundsätzlich gilt: Je gefährdeter die Art, desto strenger sind die Strafen. Nur in Ausnahmefällen ist die Einfuhr solcher Souvenirs möglich: Etwa, wenn der Handtasche aus Krokodilleder die Zuchtbescheinigung einer anerkannten Farm beiliegt. Die zweite Möglichkeit ist eine offizielle Einfuhrgenehmigung, die es aber nur in den seltensten Fällen gibt. Der Zoll schläft nicht: Rund 68000 Objekte wurden im vergangenen Jahr beschlagnahmt. Am besten lässt man die Finger von Souvenirs aus Flora und Fauna, oder erkundigt sich beim zuständigen Zollamt oder beim Bundesamt für Naturschutz nach geschützten Arten im Urlaubsgebiet. Die Liste ist lang - 8000 Tier- und 40000 Pflanzenarten sind laut dem Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt. Weitere Information: Folgende Arten sind geschützt: Schildkröten, Elefanten, Nashörner, Straußen, viele Seevögel, Papageien und Kakadus, alle Eulen und Uhus. Das gleiche gilt für fast alle Reptilien, Korallen, Schmetterlinge, Käfer, und Wildtiere. Das Einfuhrverbot gilt auch für alle Produkte die von diesen Arten gewonnen werden. Außerdem verboten sind Muscheln von tropischen Korallenriffen, Schneeglöckchen, Produkte aus Rosen-, Teak- und Eisenholz, Orchideen und viele Farnarten.Auskunft und Infomaterial gibt es beim Bundesamt für Naturschutz, Konstantinstraße 10, 53179 Bonn. Telefonnummer: 0228/84910.



Unter weißen Segeln Richtung Paradies

31 03 2008

Seereisen mit dem Windjammer liegen im Trend. Romantik, Abenteuer und Luxus locken Individualisten auf große Segelschiffe und Segelcharter. Unter vollen Segeln verlässt der Windjammer den Hafen. Majestätisch ruhig gleitet das Segelschiff durch das Meer, nur die Wellen schlagen sanft gegen den Schiffsrumpf. Delfine spielen in den Schaumkronen der Bugwelle, am Horizont versinkt die Sonne im Meer – auf Windjammern steht Seefahrerromantik und Abenteuer auf dem Programm. Die nostalgischen Törns liegen voll im Trend. ”Da wird so manches Auge nass, diesen Zauber spürt jeder”, sagt Mikael Krafft. Er muss es wissen – der schwedische Reeder besitzt die größten Passagier-Clipper der Welt. Die “Star Clipper” und “Star Flyer” segeln bereits seit fast zehn Jahren durch das Mittelmeer, die Karibik und den Indischen Ozean. Die Nachfrage nach den individuellen Schiffsreisen steigt: Vor wenigen Wochen hat Königin Silvia von Schweden den dritten Großsegler für Kraffts Reederei “Star Clippers” aus der Taufe gehoben: Im Oktober stechen auf der “Royal Clipper” 228 Passagiere und 100 Mann Besatzung in See. Vom Heimathafen Cannes geht es in 23 Tagen über den Atlantik nach Barbados, wo die “Royal Clipper” den Winter über segelt. Der durchschnittliche Tagespreis liegt um die 300 Euro. Die hohen Kosten scheinen jedoch nicht zu schrecken: “Reisen mit dem Windjammer sind eine offensichtliche Marktlücke”, sagt auch Bärbel Gyurok, deren Agentur die drei Passagier-Clipper im Programm hat. “Immer mehr Reisende wollen die Romantik und Natur auf Großseglern erleben.” Vorbild der neuen Generation von Windjammern ist die “Sea Cloud”. Die Segler-Legende von 1931 tourt auch heute noch über die Sieben Meere – wegen der riesigen Nachfrage wurde sogar eine “Sea Cloud II” gebaut. “Die Kunden sind anspruchsvoller geworden, vor allem Individual-Reisende fühlen sich auf großen Segelschiffen wohl”, sagt Konstanze Bassin, Produktmanagerin bei der Sea-Cloud-Agentur Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten. Für 500 Euro am Tag bekommen Segelbegeisterte auf beiden Schwesterschiffen nicht nur Abenteuer und Seefahrerromantik geboten. Marmorbäder, offene Kamine, exquisite Küche, Butlerservice und prunkvolle Kabinen - an Bord der großen Windjammer herrscht Luxus pur. Egal ob “Royal Clipper”, “Sea Cloud”, “Wind Star” oder die “Lili Marleen” aus der deutschen Reederei Deilmann: Was Komfort und Freizeitangebot betrifft, stehen die Großsegler gewöhnlichen Kreuzfahrtschiffen in nichts nach. Weniger luxuriös, dafür abenteuerlicher und authentischer sind Reisen auf ehemaligen sowjetischen Schulschiffen wie der “Kruzenshtern” oder “Kersones”, hier können Segelbegeisterte schon ab 100 Euro pro Tag in See stechen. Luxus ja, Etikette nein: Auf den Segelschiffen geht es leger zu: Statt Abendgarderobe und Anzug tragen die Passagiere eher sportliche Kleidung. Fast täglich wird geankert: zum Baden und Schnorcheln in abgelegenen Buchten und an einsamen Traumstränden oder zum Sightseeing in lebhaften Hafenstädten. Die traditionellen Routen der Großsegler führen durch das Mittelmeer und die Karibik, mit dem Trend sind aber auch neue Reviere hinzugekommen. Die “Lili Marleen” beispielsweise segelt nach Ostafrika, andere Törns führen durch das Arabische Meer von den Emiraten zum Iran, nach Brasilienoder zum Kap Hoorn, durch das Schwarze Meer oder in die Ostsee. Die Passagierzahlen der meisten Windjammer liegen zwischen 30 und 200, im Vergleich zu den großen Kreuzfahrtschiffen geht es also fast familiär zu. Das Eis ist in der Regel sehr schnell gebrochen, schließlich segelt hier ein kleiner Kreis Gleichgesinnter über die Weltmeere, und Kommunikation ist Teil des Konzepts. Auch der Kontakt zur Crew gehört dazu: Kapitän und Offiziere begrüßen allabendlich die Gäste zum gemeinsamen Luxus-Dinner, die Brücke steht Hobbykapitänen jederzeit offen. Wer schon mal mitgesegelt ist, schwärmt von der angenehmen Atmosphäre und von der erlebnisreichen Reise – nicht umsonst haben Windjammer hohe Wiederholungszahlen. Wer einmal auf Nostalgiekurs war, will die Nase immer wieder in den Wind stecken. Informationen und Buchungen: Star Clipper, Star Flyer, Royal Clipper: Agentur Gyurok, Lönsweg 5, 38110 Braunschweig, Tel. 05307/951036, Fax 951037 oder Star Clippers Kreuzfahrten, Konrad-Adenauer-Straße 4, 30853 Langenhagen, Tel. 0511/7266590, Fax 72665920. Sea Cloud: Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, Ballindamm 23, 20095 Hamburg, Tel. 040/30014600, Fax 30014601. Lilli Marleen: Reederei Peter Deilmann; Am Hafensteig 17-19, 23730 Neustadt/Hollstein; Tel. 04561/3960, Fax 8207. Wind Star: Norwegische Schifffahrts-Agentur (weitere Schiffe: Wind Song, Wind Spirit, Wind Surf), Kleine Johannisstraße 10, 20457 Hamburg, Tel. 040/376930, Fax 37693233. Kruzenshtern: Tall-Ship Friends (weitere Schiffe: Christian Radich, HMS Rose, Mir, Roald Amundsen, Sörlandet, Statsraad Lehmkuhl), Schweriner Straße 17, 22143 Hamburg, Tel. 040/67563597, Fax 67563599. Kersones: Adventure Sailing (weitere Schiffe: Sedov, Statsraad Lehmkuhl) Heckenrosenstraße 9, 82031 Grünwald, Tel. 089/6413999, Fax 089/64939985 oder Inmaris Perestroika Sailing (weitere Schiffe: Roald Amundsen, Sedov, Sörlandet, Statsraad Lehmkuhl), Teilfeld 8, 20459 Hamburg, Tel. 040/372797, Fax 371736.