Gardasee goes Future

1 05 2009

Ach war das schön, als die Italiener noch nett und drollig waren und keine arroganten Schnösel, die einen um 13.50 Uhr nicht mehr setzen lassen, weil die Küche gleich schließt und um 19 Uhr den Tisch nicht hergeben, weil er um 21 Uhr reserviert ist oder einen aus dem Hotel werfen wollen, weil man um 5 Uhr morgens Grissini auf der Terrasse gegessen hat. Man hat es ja nicht nötig! Geld? Spielt keine Rolle. Kann ich ja noch nachvollziehen, aber da ist noch so etwas wie Hospitality. Oder man ist in der falschen Branche.

Genug der Spekulationen, die Arroganz der Gardasee-Gastgeber hatte Folgen - in den letzten Jahren blieben die Gäste weg. Oft, oft war ich am Gardasee, immer war es total overbooked. Aus, vorbei! Halbleere Clubs, gähnende Langweile mitten in der Hochsaison. Da fliegt man doch lieber in Länder, wo man mit offenen Armen empfangen wird (z.B. Türkei) oder fährt an Seen, wo man als Gast wirklich alles perfekt auf dem Silbertablett serviert bekommt (z.B. Österreich) - gut also wenn man eine Reiserücktrittsversichung abgeschlossen hat!.

Langsam scheinen die Norditaliener aufzuwachen und etwas für den Tourismus zu tun - schönes Beispiel: Der Malemi Beach Club in Lonato bei Desenzano. Die Küche hat GANZTÄGIG geöffnet, Gäste sind willkommen, und siehe das, der Laden ist von null auf Platz 1 eingestiegen. Bin gespannt, gleich packe ich meine Sachen, dann geht es los. Happy Weekend für alle! Foto © www.malemiclub.it


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