Oh MY…
3 11 2008
Sieben Stunden später endlich angekommen. Kann sich jemand an den Louis de Funès-Film Brust oder Keule erinnern? Als er in die Fast-Food-Fabrik einbricht und entdeckt, dass die Lebensmittel aus komplett anorganischen Substanzen hergestellt werden?
Daran muss ich beim Erhalt meines Flugzeugmenüs immer denken.Und deswegen mag ich das Essen im Flieger. Ein experimentelles Erlebnis ist das. Wann bekommt man denn sonst noch ein komplett fremdbestimmtes Essen aufgetischt? Nicht nur, dass man die Speisen erst durch das Verspeisen identifizieren kann, nein, der werte Fluggast muss oft noch beim Essen raten, um was es sich handeln könnte, denn die Beschaffenheit der Inhalte der kleinen Plastikschälchen ist oft nur ein nicht ganz eindeutiges Indiz. Mein bestes Erlebnis waren grüne Nudeln, die wie Bohnen geschmeckt haben, wie Bohnen aussahen, aber eben keine waren. Neben dem strangen kulinarischen Film beamt mich die ganze Plastiktablett-Nummer oft zurück anno 1988. Denn seitdem hat sich in Flugzeugen nichts, aber wirklich gar nichts geändert. Wie kann es sein, dass der Fortschritt dort einfach nicht greift?
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