Der gestohlene Urlaub
8 11 2008
“Das ist mein Urlaub!”, rief meine Freundin Mirjam vollkommen empört, als ich erzählte, ich führe mit meinem Freund nach Formentera. Und so hatte ich auf der Insel ein latent schlechtes Gewissen, schließlich hatte ich - ohne es zu merken - einen Urlaubstraum geklaut. Mittlerweile bin ich zwar mit besagtem Herrn nicht mehr liiert und der gestohlene Urlaub ist immer wieder eine erheiternde Geschichte. Egal in welcher Begleitung - Formentera kann ich jedenfalls allerwärmstens empfehlen! Diese Balearen-Insel ist klein, nur 19 Kilometer lang und per Fähre von Ibiza aus erreichbar. Die Strände sind weiß, das Wasser ist türkis, die Dünen dank EU-Geldern mit Holzstegen durchzogen, die nicht nur gut aussehen, sondern vor allem die Natur schonen. An Formenteras Nordspitze liegt die Mini-Insel S’Espalmador, die man per Boot oder durch das seichte Wasser watend erreichen kann. Karibik-Feeling mitten in Europa!
Tagsüber liegen Dutzende Yachten vor der Küste, machen auch mal Naomi und Linda einen Landgang, gibt es was zu gucken. Abends fahren die Edel-Boat-People zurück nach Ibiza und die Insel-Bewohner und echten Gäste bleiben unter sich, finden sich in der Blue Bar an Kilometer 7,9 oder in der Fonda Pepe ein, die seit Jahrzehnten in ganz Spanien berühmt ist und Intellektuelle und Bohemiens aus aller Welt anzieht. Nur im August sollte man Formentera meiden - dann ist die Insel fest in der Hand junger, italienischer, fanatisch hupender Vespa-Fahrer. Hunderte!
www.illesbalears.es
www.bluebarformentera.com
Foto: © Mariano Menendez - Fotolia
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