Kalifornien - wo die Wüste Wunder verspricht
1 04 2008Zu Füßen der Chocolate Mountains liegt die vielleicht süßeste Urlaubs-Versuchung des US-Bundesstaats Kalifornien: Palms Springs.
Schokoladig braune Hügel, weite Wüsten, unendliche Windmühlen-Farmen und Palmen – das sind die ersten Eindrücke, die zu Füßen der Chocolate Mountains auf Besucher warten. Auch auf den zweiten Blick ist die Palms Springs ein Wunderland. Der unendliche Sonnenschein, die typisch-kalifornische Freundlichkeit der Bewohner und luxuriöse Hotels mit gepflegten Goldplätzen machen die Wüstenstadt zu einer süßen Urlaubsversuchung. Kein Wunder, dass sie gerade ein Revival erlebt!
Nur zwei Autostunden sind es von Los Angeles zur legendären Wüstenoase, die seit den 20er-Jahren Sonnenhungrige und Erholung suchende anlockt. Erst kamen die Künstler, dann die Hollywood-Stars – von Elvis bis Marlene Dietrich -, später die Reichen, die Rentner, die Golfer und stets die ganz normalen Touristen. Letztere logieren hier auch ohne eigenen Zweitwohnsitz komfortabel: Jedes Hotel, jedes Motel, höchstwahrscheinlich auch jedes Haus, verfügt über einen Swimming Pool. Hinzu kommen über 100, dank enormer unterirdischer Wasservorkommen, blitzgrün-gepflegte Golfplätze, unzählige Tennisplätze, Spas mit Anschluss an natürliche Thermalwasser-Quellen und eine pittoresk-indianisch angehauchte Innenstadt mit tollen Shopping-Möglichkeiten.
Wurde schon erwähnt, dass die Sonne täglich scheint und das statistische Mittel gerade Mal einen Regentag im Jahr und 28 Grad im Monat Dezember anzeigt? Die Wüstennächte beginnen mit knallbunten Sonnenuntergängen und sind sternenklar; die Luft ist so rein, dass die Szenerie fast irreal wirkt.
“Dieser Ort ist magisch”, flüsterte bereits ein Parfümerie-Verkäufer in L.A. entrückt, als wir erzählten, dass diese Reise nach Palms Springs führt. “Meine Vorfahren stammen aus diesem wunderbaren Tal.” Tatsächlich, leben die Cahuilla Indianer bis heute hier, betreiben Casinos – eine weitere Attraktion – und besitzen jeden zweiten Quadratkilometer des Tals, in dem Palms Springs liegt. Die Veranstaltung des Glückspiels ist den Ur-Einwohnern Amerikas vorbehalten. Eine Maßnahme, mit der die Verarmung der Indianer verhindert werden sollte, und die so gut fruchtet, dass Tausende nun versuchen, indianisches Blut in ihren Adern nachzuweisen. Sein Glück am Spieltisch darf dagegen jede Nationalität versuchen: Roulette, Black Jack und einarmige Banditen warten – sofern der einmalige Sternenhimmel nicht Unterhaltung genug ist.
Tags drauf, in den grandiosen Indian Canyons müssen wir an die Worte unserer L.A.-Bekanntschaft denken: Diese Täler sind tatsächlich magisch. Magisch schön und seltsam bewachsen: Wildblumen, bizarr geformte Felsformationen, meterhohe Kakteen, Fächer- und Yucca-Palmen. Nach den Riesen-Yuccas ist auch der nahe gelegene Joshua Tree National Park benannt - übrigens ein absolut lohnender Tagesausflug, egal ob auf eigene Faust oder organisiert.
Informationen gibt es in den meisten Hotels und im ebenfalls empfehlenswerten Besucherzentrum zu Füßen des Mount San Jacinto. Von hier startet auch die Aerial Tram. Die Seilbahn ist eine weitere Attraktion, denn aus über 2900 Metern ist der Blick über das Tal fantastisch. Palms Springs, seine Golfplätze und Pools, Tenniscourts und Luxushotels liegen im strahlenden Sonnenschein zu unseren Füßen: Das Leben kann so unglaublich süß sein!
Weitere Informationen: Das örtliche Tourismusamt gibt Auskunft über Hotels und Aktivitäten: Palm Springs Official Visitors Center, 2901 North Palm Canyon Drive, Tel. 001/760/7788418, E-Mail: visitors@palm-springs.org, Internet: www.palm-springs.org,
Anreise: Idealerweise mit dem Mietwagen ab Los Angeles, Flüge nach Los Angeles ab Deutschland bieten alle großen Airlines ab 600 Euro an.
Wetter: Im Winter angenehme 28 Grad, im Sommer bis zu 45 Grad. Die Hochsaison ist zwischen Januar und April, dann sind die meisten Hotels ausgebucht, eine Reservierung ist unerlässlich.





