Sir Rocco Forte erobert die Hotelwelt

5 04 2009

Sir Rocco Forte… Wer trägt einen so illustren Namen und überzieht Deutschland, bzw. Europa mit einem neuen Luxushotel-Konzept? 60 Jahre alt ist Sir Rocco, stammt aus eine englischen Adels-Familie mit italienischen Wurzeln, bereits sein Vater war im Hotel-Business tätig. Was man noch so liest: Er läuft Marathon und will Hotels kreieren, deren Konzept neu ist. “Relaxter Luxus” lautet das Stichwort. Frei übersetzt heißt das extreme Zimmerpreise (ab 400 Euro aufwärts) ohne Prunk und Plüsch. Tatsächlich sind die Hotels sehr schick und urban, in besten Lagen und mit besonderen Features ausgestattet. Sie befinden sich in gotischen Schlösschen (Frankfurt, Foto), im ehemaligen Stammhaus der Dresdner Bank am Prachtboulevard Unter den Linden (Berlin), haben High-End-Spas, großzügigen Suiten, kugelsichere Scheiben, superedles und dennoch dezentes Interieur etc. Ich persönlich finde die Namen der Hotels very charming - siehe Liste. Uneingeschränkt empfehlenswert, bloß das Kreditkarten-Limit müsste man vorher hochsetzen lassen!Rocco Forte Hotels:Hotel de Rome, BerlinHotel Amigo, Brüssel, BelgienThe St David’s Hotel & Spa, Cardiff, WalesThe Balmoral, Edinburgh, SchottlandHotel Savoy, Florenz, ItalienVilla Kennedy, Frankfurt (Foto)Le Richemond, Genf, SchweizBrown’s Hotel, London, EnglandThe Lowry Hotel, Manchester, EnglandHotel de Russie, Rom, ItalienHotel Astoria, St. Petersburg, RusslandThe Charles Hotel, MünchenIm Bau: Prag, Sizilien, Marrakesch, Jeddah, Abu Dhabiwww.roccofortehotels.com



Singapur: “Disneyland mit Prügelstrafe”

5 04 2009

Dieser lustige Name für Singapur ist nicht mir, sondern Christian Kracht eingefallen. Der Inselstaat geht seit einiger Zeit in die Tourismus-Offensive und erinnert bei der Image-Bildung gerne an die 20er-Jahre, als Singapur tatsächlich eine sündige und lebendige Metropole war. 2007 sieht es anders aus. Das Foto zeigt ein Hinweisschild aus der U-Bahn, 1.000 Singapur-Dollar entsprechen etwa 500 Euro. Zusätzlich möchte ich Hinweise des Auswärtigen Amts zitieren: “Nicht eingeführt werden dürfen: “Spielzeugwaffen, Kaugummi, (…) sowie pornographische Artikel.” Auf der Seite des Singapur-Zollamts stehen Kaugummis sogar an erster Stelle auf der Verboten-Liste, noch vor ähnlich bedenklichen Reisebegleitern wie Schlaftabletten, Psychopharmaka, Feuerzeugen in Pistolenform und Kautabak. Zeitschriften, Bücher, Radios und Medikamente dürfen zwar eingeführt werden, müssen aber vorher von diversen Behörden gecheckt und genehmigt werden. P.S.: Durians sind Stinkfrüchte.



Design-Kommune an der Chinesischen Mauer

1 04 2009

In einem kleinen Tal an der Chinesischen Mauer, am Abschnitt Shuiguan, hoch oben in den Hügeln gelegen haben zwölf asiatische Architekten Villen und Chalets gebaut. Diese kleine Luxuskommune begann 2002, wurde zwischendurch von Kempinski übernommen und entwickelte sich zum Architekten-Traumdorf mit 236 Zimmer und Suiten, einem Spa und zwei Restaurants. Die phantastische Chinesische Mauer erreichen Gäste ganz einfach über einen privaten Pfad. Eine Nacht im Fünf-Sterne-Hotel Commune by the Great Wall Kempinski Peking kostet pro Person ab 120 Euro, die Investition dürfte sich lohnen, alleine schon, weil man die Great Wall zeitweise für sich alleine haben dürfte. Commune by the Great Wall Kempinski, www.kempinski.com



Maidness in Tokyo

1 04 2009

In Tokio eröffnen - inspiriert von Animes - reihenweise Maid Cafés. Die Bedienungen servieren mit Häubchen und Schürzchen Kaffee und Kuchen, teilweise knien sie sich dabei auch hin, um ihrem “Master” Milch und Zucker zu reichen, Zitat: “Welcome home, Man of the house. Would you like your maid to serve you some tea?” (www.r-milk.com). Wer jetzt schon empört ist, sollte sich mit dem Thema “Sex in Japan” nicht beschäftigen. Ich habe es getan - vor Ort und in der Theorie (!). Hier kommen einige meiner Recherche-Ergebnisse, die sicherlich auch auf die gleichnamige Stern-Titelstory aus den 90er-Jahren zurückzuführen sind, die ich als Teenager mit riesigen Augen gelesen habe. Tatsächlich gibt es an jeder zweiten Ecke rund um die Uhr geöffnete Blowjob-Bars, die seltsamsten Pornos und Puffs, Love Hotels mit Themenzimmern, Europäerinnen stehen im Amüsierviertel Ropongi als Stripperinnen hoch im Kurs und viele andere verwunderliche Sex-Trends. Bei der allgemeinen Perversion machen übrigens auch die Japanerinnen mit: die sogenannten Gaijin-Hunters sind Frauen, die westliche Expatriates “jagen”. Und noch etwas, was dem Mitteleuropäer mehr als fremd sein dürfte: Der Mann hat in der japanischen Gesellschaft eine übergeordnete Rolle, da in Japan keine Emanzipation stattgefunden hat.



Christmas Island

1 04 2009

Die Weihnachtsinsel ist vor allem bekannt für ihre Population von mehr als 100 Millionen roten Krebsen, die im Dezember aus Gründen der Fortpflanzung einmal über die Insel wandern. Im Januar schlüpfen dann Millionen Crab-Youngster und wandern wieder in die Inselmitte. Die Menschen haben sich arrangiert und verzichten weitgehend auf Autofahren und andere Aktivitäten, die auf einem knackenden Krebs-Teppich stattfinden würden. Im Gegenzug bleiben die Kriecher den Rest des Jahres in ihren Wald-Löchern und kommen nicht raus. Das bizarre Krebs-Refugium liegt 2.600 Kilometer nordwestlich von Perth im Westen Australiens und 360 Kilometer von Java, Indonesien. 1.500 Einwohner, ein paar Touristen, Wassersportler und jede Menge Krebse, verloren im Indischen Ozean. www.christmas.net.au