Traumhaft: Ägypten ohne Ägypter

31 03 2009

Belästigt, bequatscht, beschimpft und erkrankt - das sind die Geschichten, die ich zum Thema “Ägypten Urlaub” zu hören bekomme. Ja, man kann ganz toll tauchen, die Sonne scheint und da sind auch die fantastischen steinernen Zeugnisse einer einstigen Hochkultur. Die scheint aber mittlerweile eine Million Lichtjahre entfernt zu sein. Zensur, Fundamentalismus, Frauenfeindlichkeit sind an der Tagesordnung. Zum Beispiel schlossen sich 2006 in Kairo Hunderte fremde Männer zu einem geilen Blitz-Mob zusammen und begrapschen alle Frauen, die sie finden können. Der Staat vertuscht die Ereignisse, ausländische Medien berichten darüber und erst dadurch wird die Massen-Nötigung bekannt. Gut, alte Geschichte. Hier kommen ein paar neue, aus erster Hand, von mir höchstpersönlich. Man wird pro Tag ca. 50 Mal gefragt: “Where you from?”. “Ah nice!” “How many days?”. Taxifahrer laufen einem hinterher und fragen 20 Mal “Taxiieee? Taxiiee??”, machmal auch gleich zwei oder drei auf einmal. Schulklassen schreien den nichtsahnenden Besucherinnen im Chor “Welcome to Egypt” entgegen. In Kairo kann die weibliche Besucherin keinen Schritt tun, ohne Gezische und Gepfeife, zum Glück gibt es in der U-Bahn Frauen-Waggons. Ach ja: Ein Heiratsantrag pro Tag ist normal. Die Pyramiden von Gizeh zu besuchen ist fast unmöglich, weil alle 30 Sekunden ein Ägypter auf einem Kamel angetrabt kommt und fragt: “Want a Camelride?”. Der Kaffee kostet mal 2, mal 20 Pfund, Kellner sind gerne mal plötzlich beleidigt und unfreundlich, man erfährt als Gast nicht warum, einen unvorhergesehenen Besuch pro Tag sollte man einplanen, z.B. in einer Alabaster-Fabrik usw. usw. Armut hin oder her - das Verhalten vieler Ägypter grenzt an Psychoterror, da wünscht man sich fast schon einen schwarzen Ganzkörper-Kopftuch-Anzug zur Tarnung. Ansonsten habe ich Luxor und Kairo im Eiltempo abgehakt, und wir haben es tatsächlich in der kurzen Zeit geschafft, den Tempel von Karnak, den Luxor Tempel, das Luxor Museum, den Tempel Medinet Habu in West-Theben, das Tal der Königinnen, das Tal der Könige und die Memnonkolosse zu sehen. Mit dem Nachtzug ging es weiter nach Kairo, wo das Ägyptische Museum Kairo, die Pyramiden von Gizeh, der Markt Khal el Khalili, die Zitadelle und die Festung von Kairo sowie die Moschee Mohammed Ali auf dem Programm standen. Die phantastischen Sehenswürdigkeiten waren die anstrengende Reise auf jeden Fall wert. Foto: © Andre Klaassen / Fotolia



Das versunkene Schiff -
Stockholms Vasa-Museum

31 03 2009

Die Vasa ist ganze 69 Meter lang, sie versank 1628 in den Fluten der Ostsee. Da diese kaum salzig sind, wurde das hölzerne Schiff konserviert und über die Jahrhunderte fast vergessen.Warum sie gesunken ist? Ein Konstruktionsfehler, der lange nach der nur wenige Minuten andauernden Jungfernfahrt aufgedeckt wurde: Der Schwerpunkt des ersten zweireihig mit Kanonen bestückten Kriegschiffs war zu weit oben. Zum Glück erinnerte man sich und 1961 wurde sie geborgen. Seitdem ist sie in einem phänomenalen Museum im schönen Stockholm zu besichtigen. Ein echtes Must-go-and-see! www.vasamuseet.se



Assalam Alaikum im
Al Maha Desert Resort & Spa

31 03 2009

Arabische Länder sind nicht immer das ideale Urlaubsziel. Sie sind beispielsweise nicht geeignet für zwei Freundinnen, die gemeinsam ein paar Tage Urlaub machen wollen, nicht geeignet für Damen die bei 40 Grad gerne freizügig herumlaufen wollen, nicht geeignet für trinkfreudige Party-Macher usw. Aber… da gibt es dieses phänomenale Wüstenressort namens Al Maha Desert Resort & Spa. Ganz untypisch für Dubai ist es Understatement pur. Jede der 40 Suiten, die in luxuriösen Beduinenzelten in die Wüste eingebettet sind, hat einen privaten Pool. Dazu ein kleines Spa und die fantastische arabische Küche. Ansonsten gibt es kaum Ablenkungen. Gegen eventuelle Langweile zwischen Sand und Himmel empfiehlt sich einen Ausritt in die Wüste, wahlweise auf Kamel, Pferd oder Jeep. Zimmer inklusive Verpflegung ab 308 Euro pro Nacht. Dubai Desert Conservation Reserve, Vereinigte Arabische Emirate, www.al-maha.com



Death Valley, wo Steine
von Geisterhand wandern

31 03 2009

Das Phänomen der “Racetracks” im Death Valley wurde nie geklärt. Massive Felsbrocken wandern auf ebenem Grund von selbst. Wie sie sich bewegen wurde bisher weder gefilmt noch beobachtet. Die Theorie geht davon aus, dass der Boden des Racetrack Playa, eines ausgetrockneten Salzsees bei Regen so glitschig wird, dass der Wind die Felsen bewegt. Auch ansonsten kann das Tal mit diversen geologischen Bizarritäten aufwarten: 200 Meter hohe Quarzsand-Dünen, 6.000 Jahre alte Vulkankrater, ausgetrocknete Salzseen, der tiefste Punkt des Kontinents, extreme Hitze usw. Die Ranger im Besucherzentrum erklären gerne, was Besucher sehen sollten. Auf jeden Fall ist das Death Valley einen Ausflug wert - es gibt zwei Hotels im Nationalpark, das luxuriöse Furnace Creek Inn (mit Golfplatz) und die Furnace Creek Ranch. Death Valley, offizielle Webseite des Nationalparks: www.nps.gov/deva. Foto: © Mark Lotterhand / Fotolia.



Eh’häusl in Amberg -
Das kleinste Hotel der Welt

31 03 2009

Das Eh’häusl in Amberg hat Platz für Zwei. Das hatte im 18. Jahrhundert einen Grund: Zukünftige Amberger Eheleute mussten auf Erlass des Landesvaters ein schuldenfreies Haus besitzen. Die Stadt wäre wohl ausgestorben, wenn nicht das Eh’häusl eines findigen Bürgers gewesen wäre. Dieses konnten Heiratswillige für eine Nacht kaufen - so entstand das heute kleinste Hotel der Welt. Es ist 2,50 Meter breit, mehrere Ebenen verteilen sich auf 20 Quadratmeter, es gibt einen offenen Kamin, Telefon, TV, Minibar, Catering auf Wunsch. Das ganze Hotel für zwei Personen gibt es ab 130 Euro pro Nacht inklusive Frühstück. Amberg, Bayern, Deutschland, www.ehehaeusl.de



VIX heißt der neue Bikini-Trend

31 03 2009

Trendy Bikini-Label, VIX gibt es nur in den USA und im Online-Shop. Ob sie diesen Namen auch für Deutschland adaptieren werden? www.vixswimwear.com



Fünf schicke Hotels -
in Palma de Mallorca

31 03 2009

Mallorca, Mallorca - so schön die Insel in der Nebensaison ist, so schrecklich ist sie in der Hauptsaison. Laut, heiß, teuer. Deswegen lautet die Devise: Juli und August unbedingt vermeiden. Und für einen Kurztrip ist die Inselhauptstadt Palma de Mallorca ideal. Hier kommen fünf schicke Hotels auf Mallorca für alle Budgets. Die gelungene Einrichtung des Puro (Foto) wird weltweit gelobt, das Hotel ist Dauergast auf allen möglichen Hot-Lists. Absoluter In-Place ist der angeschlossene Puro Beach Club, wo bereits tagsüber Show-Off betrieben wird. Damit alle trotzdem auf dem Boden bleiben gibt’s Yoga-Stunden am Pool. Empfehlenswert für alle, die das Sehen-und-gesehen-werden-Spielchen beherrschen und mögen. Zimmer ab 95 Euro pro Person: www.purohotel.com

Man möchte fast sagen ein klassisches Design-Hotel, sehr reduziertes Interior, gelegen in Palmas Altstadt. Eines der Zimmer im Hotels Tres hat einen Privat-Pool, ab 95 Euro pro Person: www.hoteltres.com

Das Palau Sa Font war einst ein Bischofspalast und ist nun ein Hotel mit 19 Zimmern und einem Pool, ab 70 Euro pro Person: www.palausafont.com

Cheap & charming ist das Hotel Jaime III, ein Design-Hotel mit Spa und eigener Kunstsammlung, ab 60 Euro pro Person: www.hmhotels.net

Luxus-Herberge in alten Gemäuern: Das Hotel Convent de la Missió war ein Konvent, in dem seinerzeit Missionare übernachteten. Die Einrichtung ist edel-spartanisch, ab 110 Euro pro Person: www.conventdelamissio.com



Der Versunkene Palast
Istanbuls Sehenswürdigkeiten

31 03 2009

Mitten in Istanbul, neben der fantastischen Moschee Hagia Sophia steht ein unscheinbares kleines Häuschen: Der Eingang zum Yerebatan Sarnıcı. Eine Zisterne, die die Istanbuler in Zeiten der Belagerung mit Trinkwasser aus dem Belgrader Wald versorgte. Der Zweck ist profan, die Umsetzung sehr schlau, der Versunkene Palast selbst ein Kunststück: 336 korinthische Säulen stützen die byzantinischen Bögen und Kuppeln. Erbaut wurde die heutige Sehenswürdigkeit anno 542 von Kaiser Justinian. Mehr Infos: www.yerebatan.com.



Fünf Bikini-Tipps für den Resturlaub

15 03 2009

Zuhause drückt das Schmuddelwetter auf die Stimmung, und es sind noch einige Tage Urlaub übrig? Dann lautet die Devise: Koffer packen und ab in sonnigere Gefilde! Denn nichts ist schöner als sich am Strand zu aalen, während daheim die Temperaturen sinken. Fünf sonnige Destinationen für den Resturlaub.

Auf Fuerteventura geht der Frühling nie vorbei: Bei 24 Grad Luft- und 21 Grad Wassertemperatur treffen sich Badehungrige und Surfbegeisterte auch im November noch an den kilometerlangen Sandstränden der Kanarischen Insel. Das milde Klima lädt zu langen Spaziergängen über die dunklen Vulkanfelder und die weiten Steppenlandschaften der Insel ein. Aktive Urlauber nutzen die zahlreichen Wassersport-Möglichkeiten. Mit dem Mietwagen lassen sich die reizvollen Ecken der Insel erkunden, wie das grüne Tal Vega del Rio Palma und die schneeweiße Hauptstadt Betancuria.

Sommerliche Temperaturen erwarten Winter-Flüchtlinge auf Gran Canaria. Auch im Winter ist die wilde Natur noch grün und bietet sich für Ausflüge und Wanderungen an. Wasserratten sonnen sich an einem der schönen Strände, wie in der Badebucht Playa de las Burras.

Madeira, die Insel für Naturliebhaber und Wanderer, lockt im Winter mit angenehmen 22 Grad Tagestemperaturen. Die Insel ist bekannt für ihre üppige Vegetation, ihre Blütenpracht und die wildromantische Felsküste. Wer baden will, kann dies in einem der schön angelegten Meerwasser-Schwimmbecken tun. Ansonsten bieten sich im Madeira-Urlaub auch erholsame Spaziergänge und Ausflüge in malerische Bergdörfer und grüne Täler an, die von Funchal, dem Zentrum Madeiras, gut erreichbar sind.

In Ägypten fängt im Oktober die beste Reisezeit an. Tagsüber wird es selten heißer als 25 Grad, nur nachts kühlen die Temperaturen auf 10 Grad ab. Im Ferienparadies Hurghada ist Erholung angesagt: Baden, Faulenzen und die heiße Dezember-Sonne genießen. Nicht entgehen lassen sollten sich Urlauber einen Besuch des orientalischen Markts im Ortszentrum. Tauch-Fans finden hier ihr Dorado.

28 Grad Lufttemperatur und 26 Grad warmes Wasser machen die karibische Insel Barbados im Winter zu einem Ferienparadies. Palmenbesäumte schneeweiße Strände, ein riesiges Angebot an Sportmöglichkeiten und lebhaftes Nachtleben – hier lässt sich der Resturlaub auf angenehmste Art und Weise verbringen. Samstags trifft sich die ganze Insel auf dem flippigen Straßenmarkt der Hauptstadt Bridgetown.