Die besten Sitze im Flieger - Wunschplatz schon vor dem Check-in sichern

1 04 2005

Der Vordermann legt den Sitz zurück, die eigene Lehne ist nicht verstellbar, und um die Armlehnen rechts und links wird gekämpft: Horror-Vision für Mittel- oder gar Langstreckenflüge. Um auch in der Economy Class einigermaßen bequem zu fliegen, gesundheitliche Risiken weitgehend auszuschließen und ausgeruht am Urlaubsort anzukommen, soll-ten Urlauber wissen, wo die besten Plätze im Flieger sind. Wer sich beim Abflug den Fenster- oder Gangplatz in der Reihe vor der Toilette geben lässt, hat die schlechtesten Aussichten für eine bequeme Reise: Der “Fensterplatz” hat in manchen Maschinen gar kein Fenster, die eigene Rückenlehne ist nicht verstellbar, die des Vordermanns allerdings schon. Ganz zu schweigen von den stark frequentierten Toiletten in vollbesetzten Flugzeugen und dem Lärm und den Gerüchen aus der Bordküche. Ganz anders sieht es aus, wenn man sich einen der Plätze in der ersten Reihe sichert: Verstellbare Rückenlehnen und viel Beinfreiheit. Schnelligkeit ist gefragt: Diese Plätze sind die begehrtesten. Dasselbe gilt in größeren Flugzeugen, wie einer Boeing 747, für die Reihen hinter den Notausgängen, den Trennwänden oder den Toiletten. Kurz: Alle Reihen ohne Vordermänner bieten Beinfreiheit und keine einengenden Rückenlehnen von vorne. In großen Maschinen, wie in einem Airbus 310 oder 330 oder einer Boeing 747, sind Plätze am Gang auf jeden Fall bequemer als Mittel- und Fenstersitze. Denn dort machen drängelnde Ellbogen das Essen zum akrobatischen Akt, der ständige Kampf um die Armlehnen zehrt an den Nerven und jeder Gang zur Toilette geht nur über die Sitznachbarn. Fernsehen und Filme an Bord: Ein netter Zeitvertreib für die oft quälend langen Stunden im Flieger. Doch auch Cineasten sollten auf die richtige Platzwahl achten. Wer zu nahe an der Leinwand sitzt, dem droht nach zwei Spielfilmen eine Genickstarre. Statt Kino lieber Fliegen mit Panoramablick? Vorsicht: Fensterplätze an den Tragflächen haben ihren Namen nicht verdient. Wer Flugangst hat oder wem leicht übel wird, der sollte im Flugzeug möglichst weit vorne sitzen, denn mögliche Turbulenzen machen sich weiter hinten stärker bemerkbar. Wer auf Nummer sicher gehen will, besorgt sich die Bestuhlungspläne seiner Airline und sucht sich den gebuchten Flugzeugtyp und damit auch die besten Sitzreihen aus. Die Pläne gibt es im Internet auf den jeweiligen Homepages, im Serviceteil der Flugpläne oder im Reisebüro. Am Check-In-Schalter sollte man deutlich sagen, wo man sitzen will. Wer sich auf gut Glück einen Platz zuweisen lässt, sitzt meistens nicht auf den besseren Plätzen. Am besten jedoch wartet man gar nicht erst bis zum Einchecken, sondern reserviert schon vorher den Wunschsitz. Bei den meisten Fluggesellschaften und Reisebüros geht das gleich bei der Buchung. Die Sitzplatz-Reservierung ist bei Linienflügen kostenlos, Charterflug-gesellschaften verlangen bis zu 30 Mark für diesen Service. Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair spart sich die ganze Sitzplatz-Diskussion: Bei dieser Airline herrscht freie Platzwahl. Einen Vorteil hat das System: Die Passagiere sind pünktlicher, denn der letzte sitzt bestimmt am schlechtesten.